Neu hier...
Moderator: Moderatoren
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Qwerty
Neu hier...
Hallo Mädels,
ich bin neu hier und stelle mich gleich mal vor:
Mein Kind ist Anfang 2009 geboren und es wurde ziemlich schnell klar, dass ich eine Wochenbettdepression habe. Meine Hebamme, mein Frauenarzt, mein Mann und ich haben schnell gemerkt, dass mir mir etwas nicht stimmt.
Ich war traurig, ängstlich, fühlte mich leer und hatte Angst. Gefühle für mein Kind hatte ich keine Gefühlen. Kein Hass, aber auch keine Liebe. Ich wusste nicht, was ich den ganzen Tag mit meinem Kind anfangen sollte und hatte Angst, alleine mit meinem Kind zu sein. Nachts schwitze ich und wollte morgens nicht aus dem Bett kommen. Ich hatte keinen Appetit und habe einigen Wochen nach der Geburt weniger gewogen als je zuvor. Ich wollte einfach nur mein altes Leben zurück.
Ich habe mir dann schon relativ bald ärztliche Hilfe geholt und bin dann bei einem Psychiater gelandet. Anfangs wollte ich keine Medikamente, wollte es ohne schaffen, hatte Angst, Tablettensüchtig zu werden (obwohl ich noch nie Probleme mit Tabletten gehabt hatte). Irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und mit Cipralex angefangen. Das habe ich überhaupt nicht ertragen, ich wurde davon innerlich noch viel unruhiger und nervöser. Dann habe ich Aponal bekommen und innerhalb von 4 Wochen habe ich mich wesentlich ruhiger gefühlt. Das war ca. 3 Monate nach der Entbindung.
Ich habe übrigens auch eine Therapie gemacht aber irgendwie fand ich das nicht so hilfreich. Ich hatte einige Gespräche mit eine ganz lieben Psychologin, die ich von meinem Psychiater empfohlen bekommen hatte. Wir kamen gemeinsam zum Ergebnis, dass eine Verhaltenstherapie wohl nicht so sinnvoll sein soll. Sie und ich waren der Meinung, dass z.B. eine Verhaltenstherapie mich mehr aufwühlen bzw. "nerven" würde, als das ich etwas davon hätte.
Sowohl mein Psychiater als meine Psychologin waren der Meinung, dass die PPD hauptsächlich eine Hormonsache und Umstellungssache sind. Ich habe keine schwere Vergangenheit, bis zur Entbindung war ich ganz "normal". Mein Psychiater meinte sogar, dass meine Erkrankung aufgrund des Zeitpunktes zwar als PPD einzustufen sei, aber im Vergleich zu anderen PPD Fällen sei es eher eine "normale" Depression, die aus seiner Sicht zum größten Teil aufgrund der enormen Umstellung entstanden sei. Er ist der Meinung, dass ich kein größeres Risiko als andere Frauen hätte, bei einer eventuellen weiteren Schwangerschaft wieder an PPD zu erkranken.
Ich war schon immer ein sehr selbständiger und organisierter Mensch, habe viel gearbeitet, stand mitten im Leben, war immer unterwegs und habe alles geschafft, was ich angepackt habe. Mein Kind hat das alles geändert... ich war nicht mehr der, der ich vorher war und das fand ich schrecklich, ich habe es (aber nicht mein Kind) gehasst, dass alles auf einmal vorbei sei. Ich wollte das zunächst nicht akzeptieren. Mittlerweile habe ich es zwar akzeptiert, aber es stört und nervt mich immer noch. Ich weiss, dass diese Gefühle vorbei gehen, aber dieses "genervt sein" hat momentan noch überhand. Wenn ich meine Situation momentan umschreiben soll, dann würde ich sagen, dass sie sehr gut auszuhalten ist. Irgendwann wird es nicht mehr "aushalten" sondern leben bzw. geniessen sein.
Kurz und gut, im Rahmen meiner ärztlichen Behandlung war mir schnell klar, woran ich leide, wo die PPD herkommt und was ich machen soll, um mir selber zu helfen und mich besser zu fühlen. Ich habe schon immer viel unternommen und mich mit Freundinnen getroffen. Ich musste bzw. muss mich oft dazu zwingen, aber danach geht es mir immer besser. Auch die Arbeit hilft mir sehr. iich habe gelernt, dass man seine Emotionen und Gedanken nicht wirklich beeinflussen kann. Was man selbst machen kann, ist Aktivitäten unternehmen und das sollte man nach Möglichkeit auch machen. Anfangs konnte ich das nicht, erst durch die AD ging es mir gut genug, um mich aus dem Haus und unter den Leuten zu trauen.
Seitdem ich mit der ärztlichen Behandlung geht es mir wahrscheinlich immer ein bisschen besser, obwohl ich davon selbst nicht viel merke. Ich konnte mich diesbezüglich, vor allem am Anfang nur auf die Aussagen meines Mannes und meiner Eltern verlassen. Die Nervosität, Unruhe und Angst waren nach Beginn der AD gut auszuhalten.
Aber Lebenslust, Energie, Freunde und Ausgeglichenheit waren und sind immer noch nicht optimal. Ich fühle mich immer noch nicht normal oder so wie ich meine mich fühlen zu müssen oder zu können. Meine AD habe ich abgesetzt und mittlerweile nehme ich nur noch Johanniskraut und Omega 3, bin mit dem Johanniskraut am abbauen. Mein Psychiater hat mich vor einiger Zeit für "gesund" erklärt, er meinte dass mein Zustand vielleicht noch nicht perfekt ist, aber seit einiger Zeit nicht mehr im ungesunden Bereich. Er meint, dass es ich zu viel nachdenke und dass es vor allem die Angst ist, dass "es" wieder zurückkommt, die mich belastet und verhindert, dass ich mich glücklich fühlen kann. Ich sollte mir weniger Gedanken machen und Geduld haben. Mein Sohn finde ich süss, aber diese Mutterliebe fühle ich noch nicht. Ich bin davon überzeugt, dass ich mich irgendwann wieder normal fühlen werde, aber bin auch ungeduldig... Man kann das nicht erzwingen, leider. Ich kann den Tag gut meistern, gehe Teilzeit arbeiten. Das tut mir sehr sehr gut und zum Glück läuft es in der Krippe auch ganz gut. Ohne arbeiten wäre ich zuhause vielleicht verrückt gewerden. Ich finde es immer noch schwer, einen ganzen Tag alleine mit meinem Kind zu gestalten. Eigentlich ohne Grund, denn mein Kind war und ist eigentlich nicht kompliziert. Irgendwie habe ich immer ein bisschen Angst vor dem Tag, obwohl noch nie etwas "Schlimmes" passiert ist. Ich unternehme immer etwas und treffe mich mit Freundinnen, brauche die Ablenkung.
Das Komische bei mir ist, dass es mir - abgesehen von den ersten Tagen / Wochen - schon immer abends (wenn mein Kind schläft... es schläft zum Glück gut!) relativ gut geht. Abends fühle ich mich "normal" und bin nicht angespannt. Wenn ich ins Bett gehe, sehe ich immer mit einem guten Gefühl auf den Tag zurück, bin zufrieden, wie der Tag gelaufen ist und bin hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Ich freue mich dann objektiv darüber, ein Kind, mein Kind zu haben, ich spüre es nur nicht... Ich hoffe, dass ich dieses letzte Bisschen, die Freude und Lebenslust bald auch erfahren darf und bald auch richtige Mutterliebe spüren darf.
Eine sehr gute Freundin von mir hatte auch eine Wochenbettdepression, anfangs sogar eine Psychose und sie meinte, dass sie sich erst nach 3 Jahren wieder wirklich gut gefühlt hat. Ich stelle mich also auch darauf ein, dass es noch ein bisschen dauern kann. Abwarten und Tee trinken...
Wie ist eure Erfahrung, wie lange es dauern kann, bis alles wirklich ganz vorbei ist?
Ich freue mich auf einen netten Austausch...
LG
Qwerty
ich bin neu hier und stelle mich gleich mal vor:
Mein Kind ist Anfang 2009 geboren und es wurde ziemlich schnell klar, dass ich eine Wochenbettdepression habe. Meine Hebamme, mein Frauenarzt, mein Mann und ich haben schnell gemerkt, dass mir mir etwas nicht stimmt.
Ich war traurig, ängstlich, fühlte mich leer und hatte Angst. Gefühle für mein Kind hatte ich keine Gefühlen. Kein Hass, aber auch keine Liebe. Ich wusste nicht, was ich den ganzen Tag mit meinem Kind anfangen sollte und hatte Angst, alleine mit meinem Kind zu sein. Nachts schwitze ich und wollte morgens nicht aus dem Bett kommen. Ich hatte keinen Appetit und habe einigen Wochen nach der Geburt weniger gewogen als je zuvor. Ich wollte einfach nur mein altes Leben zurück.
Ich habe mir dann schon relativ bald ärztliche Hilfe geholt und bin dann bei einem Psychiater gelandet. Anfangs wollte ich keine Medikamente, wollte es ohne schaffen, hatte Angst, Tablettensüchtig zu werden (obwohl ich noch nie Probleme mit Tabletten gehabt hatte). Irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und mit Cipralex angefangen. Das habe ich überhaupt nicht ertragen, ich wurde davon innerlich noch viel unruhiger und nervöser. Dann habe ich Aponal bekommen und innerhalb von 4 Wochen habe ich mich wesentlich ruhiger gefühlt. Das war ca. 3 Monate nach der Entbindung.
Ich habe übrigens auch eine Therapie gemacht aber irgendwie fand ich das nicht so hilfreich. Ich hatte einige Gespräche mit eine ganz lieben Psychologin, die ich von meinem Psychiater empfohlen bekommen hatte. Wir kamen gemeinsam zum Ergebnis, dass eine Verhaltenstherapie wohl nicht so sinnvoll sein soll. Sie und ich waren der Meinung, dass z.B. eine Verhaltenstherapie mich mehr aufwühlen bzw. "nerven" würde, als das ich etwas davon hätte.
Sowohl mein Psychiater als meine Psychologin waren der Meinung, dass die PPD hauptsächlich eine Hormonsache und Umstellungssache sind. Ich habe keine schwere Vergangenheit, bis zur Entbindung war ich ganz "normal". Mein Psychiater meinte sogar, dass meine Erkrankung aufgrund des Zeitpunktes zwar als PPD einzustufen sei, aber im Vergleich zu anderen PPD Fällen sei es eher eine "normale" Depression, die aus seiner Sicht zum größten Teil aufgrund der enormen Umstellung entstanden sei. Er ist der Meinung, dass ich kein größeres Risiko als andere Frauen hätte, bei einer eventuellen weiteren Schwangerschaft wieder an PPD zu erkranken.
Ich war schon immer ein sehr selbständiger und organisierter Mensch, habe viel gearbeitet, stand mitten im Leben, war immer unterwegs und habe alles geschafft, was ich angepackt habe. Mein Kind hat das alles geändert... ich war nicht mehr der, der ich vorher war und das fand ich schrecklich, ich habe es (aber nicht mein Kind) gehasst, dass alles auf einmal vorbei sei. Ich wollte das zunächst nicht akzeptieren. Mittlerweile habe ich es zwar akzeptiert, aber es stört und nervt mich immer noch. Ich weiss, dass diese Gefühle vorbei gehen, aber dieses "genervt sein" hat momentan noch überhand. Wenn ich meine Situation momentan umschreiben soll, dann würde ich sagen, dass sie sehr gut auszuhalten ist. Irgendwann wird es nicht mehr "aushalten" sondern leben bzw. geniessen sein.
Kurz und gut, im Rahmen meiner ärztlichen Behandlung war mir schnell klar, woran ich leide, wo die PPD herkommt und was ich machen soll, um mir selber zu helfen und mich besser zu fühlen. Ich habe schon immer viel unternommen und mich mit Freundinnen getroffen. Ich musste bzw. muss mich oft dazu zwingen, aber danach geht es mir immer besser. Auch die Arbeit hilft mir sehr. iich habe gelernt, dass man seine Emotionen und Gedanken nicht wirklich beeinflussen kann. Was man selbst machen kann, ist Aktivitäten unternehmen und das sollte man nach Möglichkeit auch machen. Anfangs konnte ich das nicht, erst durch die AD ging es mir gut genug, um mich aus dem Haus und unter den Leuten zu trauen.
Seitdem ich mit der ärztlichen Behandlung geht es mir wahrscheinlich immer ein bisschen besser, obwohl ich davon selbst nicht viel merke. Ich konnte mich diesbezüglich, vor allem am Anfang nur auf die Aussagen meines Mannes und meiner Eltern verlassen. Die Nervosität, Unruhe und Angst waren nach Beginn der AD gut auszuhalten.
Aber Lebenslust, Energie, Freunde und Ausgeglichenheit waren und sind immer noch nicht optimal. Ich fühle mich immer noch nicht normal oder so wie ich meine mich fühlen zu müssen oder zu können. Meine AD habe ich abgesetzt und mittlerweile nehme ich nur noch Johanniskraut und Omega 3, bin mit dem Johanniskraut am abbauen. Mein Psychiater hat mich vor einiger Zeit für "gesund" erklärt, er meinte dass mein Zustand vielleicht noch nicht perfekt ist, aber seit einiger Zeit nicht mehr im ungesunden Bereich. Er meint, dass es ich zu viel nachdenke und dass es vor allem die Angst ist, dass "es" wieder zurückkommt, die mich belastet und verhindert, dass ich mich glücklich fühlen kann. Ich sollte mir weniger Gedanken machen und Geduld haben. Mein Sohn finde ich süss, aber diese Mutterliebe fühle ich noch nicht. Ich bin davon überzeugt, dass ich mich irgendwann wieder normal fühlen werde, aber bin auch ungeduldig... Man kann das nicht erzwingen, leider. Ich kann den Tag gut meistern, gehe Teilzeit arbeiten. Das tut mir sehr sehr gut und zum Glück läuft es in der Krippe auch ganz gut. Ohne arbeiten wäre ich zuhause vielleicht verrückt gewerden. Ich finde es immer noch schwer, einen ganzen Tag alleine mit meinem Kind zu gestalten. Eigentlich ohne Grund, denn mein Kind war und ist eigentlich nicht kompliziert. Irgendwie habe ich immer ein bisschen Angst vor dem Tag, obwohl noch nie etwas "Schlimmes" passiert ist. Ich unternehme immer etwas und treffe mich mit Freundinnen, brauche die Ablenkung.
Das Komische bei mir ist, dass es mir - abgesehen von den ersten Tagen / Wochen - schon immer abends (wenn mein Kind schläft... es schläft zum Glück gut!) relativ gut geht. Abends fühle ich mich "normal" und bin nicht angespannt. Wenn ich ins Bett gehe, sehe ich immer mit einem guten Gefühl auf den Tag zurück, bin zufrieden, wie der Tag gelaufen ist und bin hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Ich freue mich dann objektiv darüber, ein Kind, mein Kind zu haben, ich spüre es nur nicht... Ich hoffe, dass ich dieses letzte Bisschen, die Freude und Lebenslust bald auch erfahren darf und bald auch richtige Mutterliebe spüren darf.
Eine sehr gute Freundin von mir hatte auch eine Wochenbettdepression, anfangs sogar eine Psychose und sie meinte, dass sie sich erst nach 3 Jahren wieder wirklich gut gefühlt hat. Ich stelle mich also auch darauf ein, dass es noch ein bisschen dauern kann. Abwarten und Tee trinken...
Wie ist eure Erfahrung, wie lange es dauern kann, bis alles wirklich ganz vorbei ist?
Ich freue mich auf einen netten Austausch...
LG
Qwerty
Ein liebes Hallo von mir!
Schön, dass du bei uns gelandet bist und uns deine Geschichte anvertraut hast. Du hast viel mitgemacht.
Was mich irritiert ist, dass du für "gesund" erklärt wurdest, aber immer noch nicht diese "Mutterliebe" fühlst. Du schreibst "es ist gut auszuhalten" - das Leben sollte aber nicht ein Zustand des "Aushaltens" sein, sondern ganz ganz oft des "Genießens".
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dir für das "Gesund sein" noch ne Menge fehlt. Was das ist, kann ich allerdings nur annehmen:
- War deine Therapie ausreichend?
- Hast du dein AD lange genug genommen?
Klar denkst du viel nach, das tun wir alle hier, die diese Krankheit mal hatten. Aber ich finde diese Aussagen für einen Arzt /Therapeuten zu wenig Begründung für dein "Aushalten". Ich würde nicht abwarten, bis "es" besser wird, dazu gehört wahrscheinlich nochmal ganz viel Arbeit an dir selber. Vielleicht sogar in Form einer weiteren/anderen Therapieform, ich habe irgendwie das Gefühl, dass bei dir nur an der Oberfläche gekrazt wurde und es sich lohnen würde, mehr in die Tiefe zu gehen.
Wir werden dir auf jeden Fall dabei helfen, deinen Weg zu finden.
P.S. Bei mir hat die Therapie 2 Jahre gedauert, mein AD nahm ich 3 Jahre bis ich erstmals zu reduzieren begann. Heute ist der Ausbruch meiner PPD fast genau auf den Tag 5 Jahre her. Ein langer, harter und oft unglaublich schmerzhafter Weg, der aber einen Erfolg hat: MIR GEHT ES HEUTE BESSER ALS JE ZUVOR IN MEINEM LEBEN!
Liebe Grüße von
Schön, dass du bei uns gelandet bist und uns deine Geschichte anvertraut hast. Du hast viel mitgemacht.
Was mich irritiert ist, dass du für "gesund" erklärt wurdest, aber immer noch nicht diese "Mutterliebe" fühlst. Du schreibst "es ist gut auszuhalten" - das Leben sollte aber nicht ein Zustand des "Aushaltens" sein, sondern ganz ganz oft des "Genießens".
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dir für das "Gesund sein" noch ne Menge fehlt. Was das ist, kann ich allerdings nur annehmen:
- War deine Therapie ausreichend?
- Hast du dein AD lange genug genommen?
Klar denkst du viel nach, das tun wir alle hier, die diese Krankheit mal hatten. Aber ich finde diese Aussagen für einen Arzt /Therapeuten zu wenig Begründung für dein "Aushalten". Ich würde nicht abwarten, bis "es" besser wird, dazu gehört wahrscheinlich nochmal ganz viel Arbeit an dir selber. Vielleicht sogar in Form einer weiteren/anderen Therapieform, ich habe irgendwie das Gefühl, dass bei dir nur an der Oberfläche gekrazt wurde und es sich lohnen würde, mehr in die Tiefe zu gehen.
Wir werden dir auf jeden Fall dabei helfen, deinen Weg zu finden.
P.S. Bei mir hat die Therapie 2 Jahre gedauert, mein AD nahm ich 3 Jahre bis ich erstmals zu reduzieren begann. Heute ist der Ausbruch meiner PPD fast genau auf den Tag 5 Jahre her. Ein langer, harter und oft unglaublich schmerzhafter Weg, der aber einen Erfolg hat: MIR GEHT ES HEUTE BESSER ALS JE ZUVOR IN MEINEM LEBEN!
Liebe Grüße von
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
-
Leuchtkäfer
Hallo Qwerty,
na, hast Du eine amerikanische Tastatur?
Aber ersteinmal herzlich Willkommen.
Ich kenne das alles, wie Du Dich und Deine Erkrankung beschreibst. Das alte Leben wiederhaben wollen u.s.w.
Ich finde, daß Deine Vorstellung sehr überlegt und abgeklärt klingt. So wie du Dich auch beschreibst: Unabhängig, zielstrebig, organisiert und selbstständig.
Du hast schon ganz viel geschafft und kannst stolz auf Dich sein, aber ich finde auch, wie Marika, daß es so, wie du Dein Leben beschreibst, nicht ausreichend ist.
Du sagst selbst, Dir fehlen das letzte Quäntchen, um fröhlich zu sein.
Ich verstehe auch nicht, was Dein Psychiater damit meint, Du hättest eine "normale" Depression. Was unterscheidet denn eine PPD von einer anderen Depression?
Es tut mir leid zu hören, daß du auf die Mutterliebe wartest. Was fühlst Du denn, wenn du Deinen Sohn ansiehst?
Auch die Mutterliebe muß sich wie jede Liebesbeziehung entwickeln, aber wie sollte es sich denn Deiner Meinung nach anfühlen?
Klar kann eine Depression lange dauern, aber es stellt sich die Frage, ob Du einfach warten möchtest oder doch noch aktiv etwas dagegen tun.
Ich bin im Januar 2009 gleich nach der Geburt erkrankt. Seit Januar 2010 geht es mir deutlich konstant besser und seit März sehr gut. Mit Freude und ganz normalen Liebesgefühlen meinem Sohn gegenüber.
Grüße von Leuchtkäfer
na, hast Du eine amerikanische Tastatur?
Aber ersteinmal herzlich Willkommen.
Ich kenne das alles, wie Du Dich und Deine Erkrankung beschreibst. Das alte Leben wiederhaben wollen u.s.w.
Ich finde, daß Deine Vorstellung sehr überlegt und abgeklärt klingt. So wie du Dich auch beschreibst: Unabhängig, zielstrebig, organisiert und selbstständig.
Du hast schon ganz viel geschafft und kannst stolz auf Dich sein, aber ich finde auch, wie Marika, daß es so, wie du Dein Leben beschreibst, nicht ausreichend ist.
Du sagst selbst, Dir fehlen das letzte Quäntchen, um fröhlich zu sein.
Ich verstehe auch nicht, was Dein Psychiater damit meint, Du hättest eine "normale" Depression. Was unterscheidet denn eine PPD von einer anderen Depression?
Es tut mir leid zu hören, daß du auf die Mutterliebe wartest. Was fühlst Du denn, wenn du Deinen Sohn ansiehst?
Auch die Mutterliebe muß sich wie jede Liebesbeziehung entwickeln, aber wie sollte es sich denn Deiner Meinung nach anfühlen?
Klar kann eine Depression lange dauern, aber es stellt sich die Frage, ob Du einfach warten möchtest oder doch noch aktiv etwas dagegen tun.
Ich bin im Januar 2009 gleich nach der Geburt erkrankt. Seit Januar 2010 geht es mir deutlich konstant besser und seit März sehr gut. Mit Freude und ganz normalen Liebesgefühlen meinem Sohn gegenüber.
Grüße von Leuchtkäfer
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Qwerty
Hallo
Es ist so schwer zu beschreiben... Ich fühle mich eigentlich schon ziemlich normal und gesund, aber eben noch nicht 100%. Es ist schon viel besser geworden, aber es dauert halt lange und das nervt. Es wäre schon, wieder komplett unbeschwert, ausgeglichen und zufrieden leben zu können. Ich würde meine Situation selbst deswegen nicht mehr als Depression umschreiben und wenn doch, dann wäre es für mich eine leichte Depression. Ich will das jetzt nicht hoch- oder runterspielen, ich versuche nur meine Gefühle irgendwie klar zu machen. Mein Gefühlsleben kann man vielleicht auch mit "ziemlich flach" beschreiben. Diese flache Linien hätte ich aber gerne etwas nach oben, in Richtung glücklich.
Es ist nicht so, dass ich gar keine gute Momente mit meinem Kind habe. Es gibt fast jeden Tag Situationen und Momente mit meinem Kind die mich froh oder vielleicht sogar glücklich machen. Aber es sind keine ständigen Glücksgefühle. Es ist wie ein bewölkter Himmel, wo die Sonne ab und zu mal durchguckt. Als es mir schlecht ging, war der Himmel einfach nur schwarz und ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Sonne dahinter scheint und dass das schlechte Wetter irgendwann man vorbei ist. Strahlender Sonnenschein und wolkenlos ist es aber noch nicht. Ich vermute, dass sich die Sonne im Laufe der Zeit immer öfters gezeigt hat bzw. zeigt, aber es geht so langsam, dass man die Unterschiede selbst kaum ausmachen kann.
Wenn ich mein Kind ansehe finde ich es hübsch, süss, schlau und ich bin stolz, dass es mein Kind ist. Das kommt, glaube ich, aber mehr vom Kopf als vom Herzen. Unter Mutterliebe würde ich aber etwas beschreiben, was komplett aus dem Herzen kommt, ein Kribbeln alsob man verliebt ist, eine unerklärliche und unendliche Liebe die so stark ist, dass sie schmerzt, ein Gefühl dass es nur mein Kind und ich gibt und dass das völlig ausreichend ist, ein Gefühl das das Wort Liebe eine neue Bedeutung gibt. So in etwa...
Man sollte allerdings wissen, dass ich schon immer extrem kopflastig gewesen bin. Ich habe zwar immer leicht Kontakte geknüpft und viele Freunde / Bekannte gehabt. Es gibt aber wenige, die ich wirklich nah an mich rangelassen habe. Ich habe viele schöne und gute Kontakte, aber wenig innige, was für mich persönlich aber genau richtig ist. Sogar meine beste und langjährige Freundin nennte mich lange "die Eisfrau". Als ich meinen Mann kennen gelernt habe, bin ich in ihren Augen (Zitat:) etwas "aufgetaut" und "menschlicher" geworden. Bei meinem Mann war es allerdings auch nicht Liebe auf dem ersten Blick... ich fand ihn gut aussehend, interessant, lieb und ehrlich. Wir sind zusammen gekommen und irgendwann habe ich gemerkt, dass da wohl doch etwas mehr sein muss als bei anderen Freunden in der Vergangenheit, da er mich nach mehreren Monaten immer noch fasziniert hat. Vorher hatten mich Männer irgendwann gelangweilt (hoffe, dass klingt jetzt nicht zu arrogant) und mir klar gemacht, was ich NICHT in einem Mann suche. Mein Mann aber ist mein bester Freund und meine große Liebe. Er ist alles.
Was die Therapie angeht... ich bin der Meinung, dass eine Therapie die ich nicht will, mir nichts bringt. Dabei rede ich dann übrigens von Therapie, bei denen es - salopp gesagt - ums "Reden" geht. Bitte nicht falsch verstehen, natürlich weiss ich, dass bei den verschiedenen Therapien um viel mehr als nur ums Reden geht... ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Ich glaube, ich sehe kopfmäßig schon klar genug um zu verstehen, was mit mir passiert ist und was ich selbst tun kann um nicht in einer negativen Spirale zu kommen. Ich könnte mir aber z.B. so etwas wie Yoga vorstellen. Es könnte mir vielleicht gut tun, mal ein bisschen mit meinen Gefühlen auf Tuchfühlung zu gehen um diese besser kennen zu lernen und sie dann auch zuzulassen (nicht nur die Schlechten, wie ich sie - zwangsläufig - in der PPD kennen lernen durfte, sondern auch die Guten...) . Hier im Forum habe ich auch schon etwas über Breathwalking gelesen. Das spricht mich auch an. Und ich sollte unbedingt wieder mehr sport machen. Vor der Schwangerschaft habe ich mehrmals die Woche Sport getrieben. Der innere Schweinehund eben...
AD habe ich 1 Jahr lang genommen. Eine wirkliche Änderung habe ich nur am Anfang gemerkt, als die Unruhe fast vollständig verschwanden ist. Ob man AD braucht, merkt man ja am besten beim absetzen. Damit hatte ich keine Probleme, habe vom absetzen eigentlich nichts gemerkt. Es ging mir nicht besser, nicht schlechter, nicht anders dabei. Ich hatte eine (für mich) stabile Grundlage erreicht, auf der ich aufbauen konnte.
Schon wieder so viel geschrieben. Tut aber auch gut.... merke ich gerade.
LG
Qwerty (mit deutscher Tastatur)
Es ist nicht so, dass ich gar keine gute Momente mit meinem Kind habe. Es gibt fast jeden Tag Situationen und Momente mit meinem Kind die mich froh oder vielleicht sogar glücklich machen. Aber es sind keine ständigen Glücksgefühle. Es ist wie ein bewölkter Himmel, wo die Sonne ab und zu mal durchguckt. Als es mir schlecht ging, war der Himmel einfach nur schwarz und ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Sonne dahinter scheint und dass das schlechte Wetter irgendwann man vorbei ist. Strahlender Sonnenschein und wolkenlos ist es aber noch nicht. Ich vermute, dass sich die Sonne im Laufe der Zeit immer öfters gezeigt hat bzw. zeigt, aber es geht so langsam, dass man die Unterschiede selbst kaum ausmachen kann.
Wenn ich mein Kind ansehe finde ich es hübsch, süss, schlau und ich bin stolz, dass es mein Kind ist. Das kommt, glaube ich, aber mehr vom Kopf als vom Herzen. Unter Mutterliebe würde ich aber etwas beschreiben, was komplett aus dem Herzen kommt, ein Kribbeln alsob man verliebt ist, eine unerklärliche und unendliche Liebe die so stark ist, dass sie schmerzt, ein Gefühl dass es nur mein Kind und ich gibt und dass das völlig ausreichend ist, ein Gefühl das das Wort Liebe eine neue Bedeutung gibt. So in etwa...
Man sollte allerdings wissen, dass ich schon immer extrem kopflastig gewesen bin. Ich habe zwar immer leicht Kontakte geknüpft und viele Freunde / Bekannte gehabt. Es gibt aber wenige, die ich wirklich nah an mich rangelassen habe. Ich habe viele schöne und gute Kontakte, aber wenig innige, was für mich persönlich aber genau richtig ist. Sogar meine beste und langjährige Freundin nennte mich lange "die Eisfrau". Als ich meinen Mann kennen gelernt habe, bin ich in ihren Augen (Zitat:) etwas "aufgetaut" und "menschlicher" geworden. Bei meinem Mann war es allerdings auch nicht Liebe auf dem ersten Blick... ich fand ihn gut aussehend, interessant, lieb und ehrlich. Wir sind zusammen gekommen und irgendwann habe ich gemerkt, dass da wohl doch etwas mehr sein muss als bei anderen Freunden in der Vergangenheit, da er mich nach mehreren Monaten immer noch fasziniert hat. Vorher hatten mich Männer irgendwann gelangweilt (hoffe, dass klingt jetzt nicht zu arrogant) und mir klar gemacht, was ich NICHT in einem Mann suche. Mein Mann aber ist mein bester Freund und meine große Liebe. Er ist alles.
Was die Therapie angeht... ich bin der Meinung, dass eine Therapie die ich nicht will, mir nichts bringt. Dabei rede ich dann übrigens von Therapie, bei denen es - salopp gesagt - ums "Reden" geht. Bitte nicht falsch verstehen, natürlich weiss ich, dass bei den verschiedenen Therapien um viel mehr als nur ums Reden geht... ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Ich glaube, ich sehe kopfmäßig schon klar genug um zu verstehen, was mit mir passiert ist und was ich selbst tun kann um nicht in einer negativen Spirale zu kommen. Ich könnte mir aber z.B. so etwas wie Yoga vorstellen. Es könnte mir vielleicht gut tun, mal ein bisschen mit meinen Gefühlen auf Tuchfühlung zu gehen um diese besser kennen zu lernen und sie dann auch zuzulassen (nicht nur die Schlechten, wie ich sie - zwangsläufig - in der PPD kennen lernen durfte, sondern auch die Guten...) . Hier im Forum habe ich auch schon etwas über Breathwalking gelesen. Das spricht mich auch an. Und ich sollte unbedingt wieder mehr sport machen. Vor der Schwangerschaft habe ich mehrmals die Woche Sport getrieben. Der innere Schweinehund eben...
AD habe ich 1 Jahr lang genommen. Eine wirkliche Änderung habe ich nur am Anfang gemerkt, als die Unruhe fast vollständig verschwanden ist. Ob man AD braucht, merkt man ja am besten beim absetzen. Damit hatte ich keine Probleme, habe vom absetzen eigentlich nichts gemerkt. Es ging mir nicht besser, nicht schlechter, nicht anders dabei. Ich hatte eine (für mich) stabile Grundlage erreicht, auf der ich aufbauen konnte.
Schon wieder so viel geschrieben. Tut aber auch gut.... merke ich gerade.
LG
Qwerty (mit deutscher Tastatur)
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selina
fast genauso hab ich meinem Thera das auch gesagt.Seine Worte wahren:Sie streben nach einem Ideal was es nicht gibt!Wenn ich mein Kind ansehe finde ich es hübsch, süss, schlau und ich bin stolz, dass es mein Kind ist. Das kommt, glaube ich, aber mehr vom Kopf als vom Herzen. Unter Mutterliebe würde ich aber etwas beschreiben, was komplett aus dem Herzen kommt, ein Kribbeln alsob man verliebt ist, eine unerklärliche und unendliche Liebe die so stark ist, dass sie schmerzt, ein Gefühl dass es nur mein Kind und ich gibt und dass das völlig ausreichend ist, ein Gefühl das das Wort Liebe eine neue Bedeutung gibt. So in etwa...
Ich glaube wir erwarten viel zu viel die normale "Mutterliebe" ist für uns nicht genug!
-
minoo
hi!
auch ich bin relativ neu hier!
wie meine vorrednerinnen und du selbst auch beschrieben haben: bei dir klingt das alles sehr monoton. oder wie du selber meintest: 1 linie. kein rauf und kein runter.
wie du dich selber beschreibst war, als würde ich über mich lesen. ich bin genau so. kopflastig, zielstrebig, viel unterwegs, große probleme mit der umstellung usw.
deshalb kann ich gut nachfühlen, wie es dir geht.
ich selber hatte ppd - gott sei dank nur ein gutes jahr. vermutlich wär es mir früher wieder besser gegangen, hätte ich gewußt, dass ich krank war. ich wußte es nicht, für mich war das alles normalzustand. es "auszuhalten" war auch für mich eine gute umschreibung (an guten tagen).
erst nach 1 jahr wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich vielleicht eine therapie machen sollte.
und auch ich hielt bis dahin nicht viel von "reden".
nur kann ich dir eins sagen (ich mache analytische therapie): es ist keine kopfsache. das sind reine gefühle. oft kommen die erst nach einer sitzung hoch. dann denk ich drüber nach, was ich gesagt hab, was sie dazu gesagt hat und plötzlich bricht ein damm los und mir wird vieles klar, ich kann plötzlich gefühle zulassen, die ich bis dahin unterdrückt hab. oder gefühle loslassen, die sich falsch festgesetzt haben.
wenn du aber damit gar nicht klar kommst, dann würde ich dir zu einer energetikerin raten. die vollbringen sehr oft wunder und auch das sage ich als kopfmensch :)
auch ich bin relativ neu hier!
wie meine vorrednerinnen und du selbst auch beschrieben haben: bei dir klingt das alles sehr monoton. oder wie du selber meintest: 1 linie. kein rauf und kein runter.
wie du dich selber beschreibst war, als würde ich über mich lesen. ich bin genau so. kopflastig, zielstrebig, viel unterwegs, große probleme mit der umstellung usw.
deshalb kann ich gut nachfühlen, wie es dir geht.
ich selber hatte ppd - gott sei dank nur ein gutes jahr. vermutlich wär es mir früher wieder besser gegangen, hätte ich gewußt, dass ich krank war. ich wußte es nicht, für mich war das alles normalzustand. es "auszuhalten" war auch für mich eine gute umschreibung (an guten tagen).
erst nach 1 jahr wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich vielleicht eine therapie machen sollte.
und auch ich hielt bis dahin nicht viel von "reden".
nur kann ich dir eins sagen (ich mache analytische therapie): es ist keine kopfsache. das sind reine gefühle. oft kommen die erst nach einer sitzung hoch. dann denk ich drüber nach, was ich gesagt hab, was sie dazu gesagt hat und plötzlich bricht ein damm los und mir wird vieles klar, ich kann plötzlich gefühle zulassen, die ich bis dahin unterdrückt hab. oder gefühle loslassen, die sich falsch festgesetzt haben.
wenn du aber damit gar nicht klar kommst, dann würde ich dir zu einer energetikerin raten. die vollbringen sehr oft wunder und auch das sage ich als kopfmensch :)
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Birdee
Hallo Qwerty,
schön ,dass du bei uns gelandet bist
Für mich hört sich das Ganze auch eher so an ,als solltest du unbedingt noch "Etwas" für dich tun...wenn es keine Gesprächstherapie ist , dann evtl. doch noch längere Zeit die Einnahme eines AD ?
Ich bin kein Freund von Medikamenten ,jedoch denke ich ,dass man keinen einzigen Tag vergeuden sollte ,an dem es einem besser gehen könnte als nur "auszuhalten".
Dieses Forum wird sicher auch eine gute Stütze sein...so ist und war es bei mir...in guten und schlechten Zeiten !
Lieben Gruß ,
Birdee
schön ,dass du bei uns gelandet bist
Für mich hört sich das Ganze auch eher so an ,als solltest du unbedingt noch "Etwas" für dich tun...wenn es keine Gesprächstherapie ist , dann evtl. doch noch längere Zeit die Einnahme eines AD ?
Ich bin kein Freund von Medikamenten ,jedoch denke ich ,dass man keinen einzigen Tag vergeuden sollte ,an dem es einem besser gehen könnte als nur "auszuhalten".
Dieses Forum wird sicher auch eine gute Stütze sein...so ist und war es bei mir...in guten und schlechten Zeiten !
Lieben Gruß ,
Birdee
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Qwerty
Vielen lieben Dank für eure ehrlichen Antworten und Meinungen! Es ist interessant, die Meinung von anderen zu meiner Situation zu hören. Irgendwie finde ich es aber auch komisch, da ich meine Situation bei meiner Anmeldung wesentlich positiver eingeschätzt habe als ihr (die Profis
).
Auch wenn mir klar ist, dass ich noch nicht am Ziel bin, habe ich mich bislang eigentlich auf dem richtigen Weg dahin gesehen.
Bis die Krankheit komplett vorbei ist, geht es doch darum, sich so gut es geht durchzuschlagen und nicht tatenlos abzuwarten. D.h. für mich: den Alltag so normal wie möglich gestalten, rausgehen, mich mit Freundinnen treffen, arbeiten gehen. Nach dem Motto: Gefühle kann man nur sehr beschränkt beeinflussen, nur positive Aktivitäten können zu positiven Gedanken führen.
So oder so ähnlich müssen wir uns doch alle durch die schwere Zeit schlagen, oder? Ob mit oder ohne AD und Therapie, oder nicht? Es ist nun mal eine lang anhaltende und hartnäckige Erkrankung.
Deswegen hatte ich in meinem ersten Posting mal gefragt, wie eure Erfahrungen sind, wie lange es bei euch (oder bei Bekannten) gedauert hat, bis die Krankheit wirklich komplett vorbei ist und man sich wieder zu 100% sich selbst fühlt.
LG
Qwerty
Auch wenn mir klar ist, dass ich noch nicht am Ziel bin, habe ich mich bislang eigentlich auf dem richtigen Weg dahin gesehen.
Bis die Krankheit komplett vorbei ist, geht es doch darum, sich so gut es geht durchzuschlagen und nicht tatenlos abzuwarten. D.h. für mich: den Alltag so normal wie möglich gestalten, rausgehen, mich mit Freundinnen treffen, arbeiten gehen. Nach dem Motto: Gefühle kann man nur sehr beschränkt beeinflussen, nur positive Aktivitäten können zu positiven Gedanken führen.
So oder so ähnlich müssen wir uns doch alle durch die schwere Zeit schlagen, oder? Ob mit oder ohne AD und Therapie, oder nicht? Es ist nun mal eine lang anhaltende und hartnäckige Erkrankung.
Deswegen hatte ich in meinem ersten Posting mal gefragt, wie eure Erfahrungen sind, wie lange es bei euch (oder bei Bekannten) gedauert hat, bis die Krankheit wirklich komplett vorbei ist und man sich wieder zu 100% sich selbst fühlt.
LG
Qwerty
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Birdee
Moin Qwerty...
...Profi ist jeder nur im Umgang mit seiner eigenen Erkrankung
Mit Sicherheit bist du auf einem guten Weg...vielleicht DER Richtige für dich
Ablenkung ,Freunde...ist alles super...aber "sich nur durchschlagen"...warum
Die Krankheit braucht Zeit...bei jedem ist das anders ...der eine braucht ein Jahr ,der nächste vier....oder auch nur drei Monate...?!
Allerdings kann es einem auch schon während der Krankheit "richtig gut"gehen.
Ich betrachte mich nicht als "geheilt"...nehme ja sogar noch ein AD...dennoch geht es mir super
Lieben Gruß ,
Birdee
...Profi ist jeder nur im Umgang mit seiner eigenen Erkrankung
Mit Sicherheit bist du auf einem guten Weg...vielleicht DER Richtige für dich
Ablenkung ,Freunde...ist alles super...aber "sich nur durchschlagen"...warum
Die Krankheit braucht Zeit...bei jedem ist das anders ...der eine braucht ein Jahr ,der nächste vier....oder auch nur drei Monate...?!
Allerdings kann es einem auch schon während der Krankheit "richtig gut"gehen.
Ich betrachte mich nicht als "geheilt"...nehme ja sogar noch ein AD...dennoch geht es mir super
Lieben Gruß ,
Birdee
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Leuchtkäfer
Hallo Qwerty,
ich finde auch, daß nur sich durchschlagen zu wenig ist. Gerade wenn man nicht weiß, wie lange "es" noch dauert.
Aber jede muß dabei ihren eigenen Weg finden. Es klingt für mich so, als ob Du schon ganz gut weißt, was Dir fehlt, nämlich Gefühle, welcher Art auch immer, zuzulassen. Ich kenne das gut, auch ich war sogar guten Freunden gegenüber immer auf Distanz. Das hat sich bei mir tatsächlich erst durfch die PPD geändert. Ich bin immer noch niemand, der sein Herz auf der Zunge trägt, aber es tut gut, meine Gefühle wahrzunehmen und eben je nach Situation danach zu handeln.
vielleicht traust Du Dich ja, Dich auf Deine Gefühle einzulassen, auf welchen Weg auch immer. Ich kann nur sagen, für mein Leben war es ein Gewinn.
Nochmal zu der Mutterliebe. Klar ist dieses Gefühl nicht jeden Tag überschäumend da, aber schon manchmal. Du liebst Deinen Mann doch auch nicht jeden Tag mit Kribbeln und so, oder? Also ich nicht, aber es kommt auch bei ihm immer wieder vor.
Gestern hat sich mein Kleiner zum ersten Mal getraut, eine Rutsche runter zu rutschen. Als ich ihn aufgefangen habe und er mich angestrahlt hat, da war ich so stolz auf ihn und uns und überhaupt, da hätte ich zusätzlich zu ihm die ganze Welt umarmen können. Das ist für mich Mutterliebe.
Ganz liebe Grüße von Leuchtkäfer
P.S. Kennst Du Qwertzuiopü, den Prinz aus der 2365 Dimension aus Käptn' Blaubär von Walter Moers?
ich finde auch, daß nur sich durchschlagen zu wenig ist. Gerade wenn man nicht weiß, wie lange "es" noch dauert.
Aber jede muß dabei ihren eigenen Weg finden. Es klingt für mich so, als ob Du schon ganz gut weißt, was Dir fehlt, nämlich Gefühle, welcher Art auch immer, zuzulassen. Ich kenne das gut, auch ich war sogar guten Freunden gegenüber immer auf Distanz. Das hat sich bei mir tatsächlich erst durfch die PPD geändert. Ich bin immer noch niemand, der sein Herz auf der Zunge trägt, aber es tut gut, meine Gefühle wahrzunehmen und eben je nach Situation danach zu handeln.
vielleicht traust Du Dich ja, Dich auf Deine Gefühle einzulassen, auf welchen Weg auch immer. Ich kann nur sagen, für mein Leben war es ein Gewinn.
Nochmal zu der Mutterliebe. Klar ist dieses Gefühl nicht jeden Tag überschäumend da, aber schon manchmal. Du liebst Deinen Mann doch auch nicht jeden Tag mit Kribbeln und so, oder? Also ich nicht, aber es kommt auch bei ihm immer wieder vor.
Gestern hat sich mein Kleiner zum ersten Mal getraut, eine Rutsche runter zu rutschen. Als ich ihn aufgefangen habe und er mich angestrahlt hat, da war ich so stolz auf ihn und uns und überhaupt, da hätte ich zusätzlich zu ihm die ganze Welt umarmen können. Das ist für mich Mutterliebe.
Ganz liebe Grüße von Leuchtkäfer
P.S. Kennst Du Qwertzuiopü, den Prinz aus der 2365 Dimension aus Käptn' Blaubär von Walter Moers?
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bambam
Hallo Du!
Du hast geschrieben, dass es darum geht sich irgendwie durchzuschlagen bzw. nicht tatenlos abzuwarten, bis die Krankheit vorbei ist...
Das hört sich so an, als würde es wie ein Schnupfen kommen und gehen - dem ist aber leider nicht so... Denn ich "warte" schon seit über 6 Jahren darauf, dass die Krankheit vorbei geht...!
Auch ich bin eher ein Typ wie du: selbständig, organisiert, jemand der sein Leben und alles drumherum im Griff hatte und sein Leben vor allem geniessen konnte. Das Problem ist: ich bin so ein Typ - nur kommt von diesem Typ Mensch momentan so gut wie nix zum Vorschein...
Ich habe es ebenfalls mit AD`s versucht, habe eine Therapie hinter mir. Und auch mir brachte beides eher nicht soviel. Die Therapie eigentlich gar nix...
Was ich dir damit sagen will: so einfach geht das nicht wieder weg - so weit bin ich mittlerweile. Wie man das aber in den Griff bekommt ist die Frage... Anfangs halfen mir auch Ablenkung so wie du es beschreibst. Doch mittlerweile hat sich auch das "gelegt" und Dinge, die mich früher auf andere Gedanken gebracht haben, lenken mich jetzt nicht mehr ab bzw. es fällt mir immer schwerer, auf positive Gedanken zu kommen.
Sich wieder zu 100% wie sich selber fühlen - das ist auch für mich das Ziel... Aber den richtigen Weg hab ich (für mich) noch nicht gefunden... Ich weiß nur, dass das nicht von alleine wieder so werden wird und ich nicht einfach nur drauf warten kann... Diese Erkenntnis ist umso schwerer, als das ich für mich wie gesagt in dem AD und der Therapie keine tatsächliche Hilfe sehe... Und ich denke, dir geht es da wohl ähnlich...
Deine positive Einschätzung bezüglich deiner eigenen Situation sehe ich aber nicht als "fehleinschätzung". Du behauptest, dass es dir besser geht als zu Beginn - und das sehe ich sehr wohl als positiven Aspekt!!!
Ich hoffe, dich jetzt mit meinem Beitrag nicht zu sehr "runter" gezogen zu haben - aber du wolltest die Wahrheit hören...!
Liebe Grüße,
Bambam
Du hast geschrieben, dass es darum geht sich irgendwie durchzuschlagen bzw. nicht tatenlos abzuwarten, bis die Krankheit vorbei ist...
Das hört sich so an, als würde es wie ein Schnupfen kommen und gehen - dem ist aber leider nicht so... Denn ich "warte" schon seit über 6 Jahren darauf, dass die Krankheit vorbei geht...!
Auch ich bin eher ein Typ wie du: selbständig, organisiert, jemand der sein Leben und alles drumherum im Griff hatte und sein Leben vor allem geniessen konnte. Das Problem ist: ich bin so ein Typ - nur kommt von diesem Typ Mensch momentan so gut wie nix zum Vorschein...
Ich habe es ebenfalls mit AD`s versucht, habe eine Therapie hinter mir. Und auch mir brachte beides eher nicht soviel. Die Therapie eigentlich gar nix...
Was ich dir damit sagen will: so einfach geht das nicht wieder weg - so weit bin ich mittlerweile. Wie man das aber in den Griff bekommt ist die Frage... Anfangs halfen mir auch Ablenkung so wie du es beschreibst. Doch mittlerweile hat sich auch das "gelegt" und Dinge, die mich früher auf andere Gedanken gebracht haben, lenken mich jetzt nicht mehr ab bzw. es fällt mir immer schwerer, auf positive Gedanken zu kommen.
Sich wieder zu 100% wie sich selber fühlen - das ist auch für mich das Ziel... Aber den richtigen Weg hab ich (für mich) noch nicht gefunden... Ich weiß nur, dass das nicht von alleine wieder so werden wird und ich nicht einfach nur drauf warten kann... Diese Erkenntnis ist umso schwerer, als das ich für mich wie gesagt in dem AD und der Therapie keine tatsächliche Hilfe sehe... Und ich denke, dir geht es da wohl ähnlich...
Deine positive Einschätzung bezüglich deiner eigenen Situation sehe ich aber nicht als "fehleinschätzung". Du behauptest, dass es dir besser geht als zu Beginn - und das sehe ich sehr wohl als positiven Aspekt!!!
Ich hoffe, dich jetzt mit meinem Beitrag nicht zu sehr "runter" gezogen zu haben - aber du wolltest die Wahrheit hören...!
Liebe Grüße,
Bambam
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Qwerty
Danke nochmals Mädels für die vielen und ehrlichen Antworten.
Da ich ja kein Dickkopf bin (na ja... eigentlich schon
) und eine 2. Meinung nicht schaden kann, habe ich tatsächlich heute eine andere Ärztin angerufen und schon für Mitte Juli einen Termin bekommen. Eine Woche frühe wäre sogar auch möglich gewesen, ging bei mir aber nicht.
Ich habe diese Ärztin in der S&L Liste gefunden und war deswegen sehr überrascht, dass es doch so schnell mit einem Termin klappt. Ich habe schon gehört, dass andere Frauen 6 Monate oder länger warten müssen.
Da ich ja kein Notfall bin, ist es für mich ok, bis Mitte Juli zu warten. Das wäre im Notfall, d.h. damals allerdings wirklich die Hölle gewesen...
Ich finde es schlimm, dass Frauen mit einer akuten und schlimmen PPD in vielen Fällen nicht schneller geholfen werden kann. Vor allem am Anfang ist es wichtig, schnell ein Netwerk zu haben, wenn man so tief in der Sch..... steckt.
Ich habe der Ärztin kurz geschildert, warum es mir geht, nämlich um heraus zu finden, ob ich noch krank bin und wenn ja, ob man dagegen etwas tun kann oder soll. Ich habe einen Termin für ein Erstgespräch von 40 Minuten bekommen. Sie hat sich nett angehört. Ich finde es gut, dass sie eine "echte "Ärztin" ist und sowohl Psychiatrie, Psychotherapie als Homöopathie praktiziert.
Da wir irgendwann gerne ein 2. Kind haben würden, hoffe ich außerdem, dass ich mich dort gut aufgehoben fühle und dass ich im Falle des Falles gleich eine gute Ansprechpartnerin habe, die mich vielleicht schon während einer möglichen Schwangerschaft beraten und Vorsorgsmaßnahmen vorschlagen kann.
Soweit als der Stand der Dinge...
Eine organisatorische Frage: in welches Forum muss oder darf ich jetzt wechseln? Momentan laufe ich ja noch unter "Vorstellungsrunde"
Wie ich schon mal schrieb, habe ich gemerkt, dass es mir gut tut, mich hier ein wenig auszutauschen. Ist ja auch eine Art Therapie, oder?
LG
Qwerty
Da ich ja kein Dickkopf bin (na ja... eigentlich schon
Ich habe diese Ärztin in der S&L Liste gefunden und war deswegen sehr überrascht, dass es doch so schnell mit einem Termin klappt. Ich habe schon gehört, dass andere Frauen 6 Monate oder länger warten müssen.
Da ich ja kein Notfall bin, ist es für mich ok, bis Mitte Juli zu warten. Das wäre im Notfall, d.h. damals allerdings wirklich die Hölle gewesen...
Ich finde es schlimm, dass Frauen mit einer akuten und schlimmen PPD in vielen Fällen nicht schneller geholfen werden kann. Vor allem am Anfang ist es wichtig, schnell ein Netwerk zu haben, wenn man so tief in der Sch..... steckt.
Ich habe der Ärztin kurz geschildert, warum es mir geht, nämlich um heraus zu finden, ob ich noch krank bin und wenn ja, ob man dagegen etwas tun kann oder soll. Ich habe einen Termin für ein Erstgespräch von 40 Minuten bekommen. Sie hat sich nett angehört. Ich finde es gut, dass sie eine "echte "Ärztin" ist und sowohl Psychiatrie, Psychotherapie als Homöopathie praktiziert.
Da wir irgendwann gerne ein 2. Kind haben würden, hoffe ich außerdem, dass ich mich dort gut aufgehoben fühle und dass ich im Falle des Falles gleich eine gute Ansprechpartnerin habe, die mich vielleicht schon während einer möglichen Schwangerschaft beraten und Vorsorgsmaßnahmen vorschlagen kann.
Soweit als der Stand der Dinge...
Eine organisatorische Frage: in welches Forum muss oder darf ich jetzt wechseln? Momentan laufe ich ja noch unter "Vorstellungsrunde"
LG
Qwerty
Hallo,
du darfst in jedes Unterforum rein, kommt immer drauf an, was für eine Frage zu hast. Wenn du speziell zu einem Medikament was wissen willst, gehst du ins Medi-Forum, wenns dir gut geht, schreibst du es am besten ins Positiv-Forum, ganz egal, wir springen alle immer zwischen allen Foren hin und her! Ansonsten sind die meisten Fragen und Antworten im Depression/Psychose Unterforum, da spielt sich der Hauptkern ab.
Liebe Grüße von
du darfst in jedes Unterforum rein, kommt immer drauf an, was für eine Frage zu hast. Wenn du speziell zu einem Medikament was wissen willst, gehst du ins Medi-Forum, wenns dir gut geht, schreibst du es am besten ins Positiv-Forum, ganz egal, wir springen alle immer zwischen allen Foren hin und her! Ansonsten sind die meisten Fragen und Antworten im Depression/Psychose Unterforum, da spielt sich der Hauptkern ab.
Liebe Grüße von
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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Birdee