Schuldgefühle gegenüber meinem Zwerg
Verfasst: 29:08:2010 20:25
... mir raucht ganz schön der kopf kann ich euch sagen. nochmal ganz kurz zu mir: bin ziemlich neu hier, bin alleinerziehend und habe eine zweijährige tochter die derzeit leider in ner pflegefamilie lebt weil ich letztes jahr so starke zwangsgedanken entwickelt habe dass ein alleinsein mit ihr für mich unmöglich gemacht hat. derzeit hab ich sie zwei tage die woche. die zg sind schon viel besser als im letzten jahr, aber noch lange nicht weg. das macht mir im moment aber die wenigsten sorgen. viel mehr plagen mich extreme schuldgefühle was meine kleine angeht. ich habe sie ja nicht wirklich oft und obwohl ich mich jedesmal auf sie freue, habe ich keine lust mich mit ihr zu beschäftigen. ich hab ein ziemlich großes problem mit ihr alleine zu sein, daher bin ich immer am reisen wenn sie da ist. wenn ich bei bekannten oder freunden bin, ist der druck nicht so groß, die verantwortung verteilt sich ein bisschen. ich selbst bin schon seit langer zeit in einer phase der antriebslosigkeit und verbringe die meiste zeit nur noch in meinem bett weil ich leider arbeitslos bin. wenn ich morgens aufstehe kann ich es kaum erwarten, wieder ins bett zu kommen. das ist doch nicht normal! und so ging es mir auch gestern abend als die kleine da war, ich hab schon die stunden gezählt bis wir ins bett gehen konnten. bei den pflegeltern geht sie erst um acht und ich bin schon ne halbe stunde früher mit ihr ins bett. klar dass sie noch nicht schlafen wollte und mich hat das schon wieder aufgeregt weil ich so müde war, eigentlich vom nichts tun. in der nacht hat sie dann kurz geweint und ich hab gedacht: toll, jetzt kannste net mal in ruhe durchschlafen. und heute konnte ich es kaum erwarten, sie zurückzubringen obwohl sie eigentlich kein anstrengendes kind ist. ich fühle mich wie der letzte arsch, ehrlich. was is nur mit mir los? außer euch kann ich mich niemandem in der familie oder bekanntenkreis anvertrauen. bei meiner mutter habe ich es mal versucht und die sagte gleich: jetzt hast du sie eh nur zwei tage und die müßtest du eigentlich genießen und froh sein dass sie da ist. dann kamen da noch in zwei vorwürfe und dann war das thema für mich erstmal erledigt. habe mich eh noch nie wirklich gut mit ihr verstanden. als mutter war sie nämlich genau das gegenteil wie jetzt als oma. ihr seid die einzigen, bei denen ich mich traue offen darüber zu reden. wie soll das denn in einem jahr werden wenn die kleine wieder zu mir zurückkommt? will ich sie überhaupt zurück? liebe ich sie überhaupt? wie wäre es wenn sie gar nicht mehr da wäre? würde es mir schlecht damit gehen oder würde es mich kalt lassen? wieso bin ich so schlecht? hab ich sie überhaupt verdient? wie soll ich das alles alleine berwerkstelligen wenn zwei tage schon zuviel sind? fragen über fragen? ist das auch der zwang oder was is mit mir los? es kann doch nicht sein dass man dauer-depressiv ist wo ich doch schon seit 7 jahren medis nehme. derzeit 150mg clomipramin auch bekannt als anafranil. kein medi schlägt wirklich an, ich bin nur noch unglücklich und ständig mit kleinigkeiten überfordert. wie soll ich so je wieder an einem arbeitsplatz bestehen? vielleicht wäre es besser, ich würde sterben. meine mutter zum beispiel kann sich nichts schöneres vorzustellen, als mit meiner tochter zusammen zu sein und ich bin so ein versager. mir kullern grad schon wieder die tränen über die wangen.....das kann doch so nicht weitergehen. gibt es unter euch jemandem, der mich versteht, dem es vielleicht genauso oder ähnlich ergeht?
sorry, is ein bissel viel text geworden
sorry, is ein bissel viel text geworden