Venlafaxin von 75 mg auf 37,5mg reduziert, nicht geschafft

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Vicky

Venlafaxin von 75 mg auf 37,5mg reduziert, nicht geschafft

Beitrag von Vicky »

Hallo Mädels,

habe ja Anfang Juli reduziert und nun einen Absturz erlebt.

Nun habe ich Tageweise gewechselt 37 und 75, abe rmir ist zum Heulen und ich bin so enttäuscht, daß ich es nicht geschafft habe.

Was soll ich bloß tun?

Bin im Urlaub, habe meine Tage und weiß gar nicht weiter.

Ich wollte doch nächstes Jahr noch mal schwanger werden, eigentlich ohne Medis.

Heul, Vicky
Serenity

Beitrag von Serenity »

Hallo Vicky,

was heißt eigentlich, dass Du es " nicht geschafft hast" ?!
Davon kann man doch nur sprechen, wenn man etwas willentlich beeinflussen kann.

Das ist ja leider bei einer Depression nicht so....

Nimm die Medis, wenn es Dir damit besser geht und was nächstes Jahr ist, wird sich zeigen.
( Ich weiß, voll die Klugscheißersprüche, ist aber herzlich und aufrichtig gemeint!!)

Du hast privat doch schon so viel "geschafft", sei stolz auf Dich.
Das andere wird auch noch, den Hirnstoffwechsel kann man leider nicht zwingen :-)

Ich hab gelesen, dass Du schon länger über noch ein Kind nachdenkst, da geht es mir ebenso, ich bin halt auch schon 37, da es mir aber in der SS sehr schlecht ging, würde ich nur mit Medis noch eine SS durchstehen wollen, können.
Ich glaube einfach es ist fürs Kind immer gut, wenn die Mutter ausgeglichen ist, meine Psychiaterin meinte dazu, dass es ohne Probleme möglich wäre ( allerdings mit Saroten / Amitryptilin).

Sei lieb gegrüßt
Serenity
ria

Beitrag von ria »

Hey du,

ich weiß nicht ob es dir hilft. Ich habe Trevilor in 2009 abgesetzt. Habe mich aber da ausnahmsweise mal nicht an die Aussagen meines Doc´s gehalten....

Ich habe immer ein paar mehr Kügelchen raus genommen und das über Monate. Also gaaannzzzz langsam. Der Doc lachte schon immer und meinte, das wäre nur noch ein homöopathische Dosis :roll:

Vielleicht hast du zu schnell und in zu gorßen Schritten abgesetzt? Sorry, hab deine Geschichte gerade nicht im Kopf.
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Marika
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Beitrag von Marika »

Liebe Vicky,

das tut mir von Herzen leid. Aber wie schon gesagt wurde: DU hast es nicht geschafft?????? Mit NICHTEN ist es so - du kannst doch null und nix dafür, dass es nicht geklappt hat. Diese Krankheit ist einfach nicht mit dem Willen zu beeinflussen. Und denk bitte dran, was da vor kurzem alles auf dich reingeprasselt ist - der Zeitpunkt ist wohl auch nicht grad der Beste um zu reduzieren.

Ich weiß, wie sehr du dir ein 2. Kind wünscht - am besten ohne Medis. Aber genau DAS setzt dich zusätzlich unter Druck, das AD "loszuwerden" - und alles was mit Druck gemacht wird im Leben, ist eigentlich zum Scheitern verurteilt. Und ganz ehrlich: Schwanger kannst du auch mit deinem AD werden, wie so viele im Forum im Moment :D ! Ich weiß, dass du das eh weißt - vielleicht solltest du dir DAS mal als Option durch den Kopf gehen lassen.

Für den Moment würde ich dir raten: Nimm die 75 mg, damit es dir schnell wieder gut geht und du STABIL wirst - ohne diese STABILITÄT ist ein erfolgreiches Absetzen sowieso fast nicht möglich. Tu dir das nicht an - ich weiß wie schmerzhaft ein wieder hoch gehen oder wieder Beginn mit dem AD im ersten Moment ist, hab ich ja auch durch. Aber mit der Zeit wirst du sehen, dass du verantwortungsvoll und toll gehandelt hast, wenn du wieder deine Wohlfühldosis nimmst. Und dann bist du auch wieder richtig "zurück im Leben" und kannst vielleicht mal wirklich darüber nachdenken, eine Schwangerschaft mit AD zu versuchen.

Süße - bitte, bitte mach dir ja keinen Kopf - DU KANNST NIX DAFÜR!!! Wir haben dieses Handicap und es erfordert für manche eine lange oder eine Lebenslange AD Einnahme (wie bei mir). Das kann man nun als bitter empfinden, damit hadern, zu fragen "Warum". Aber ich habe erlebt, dass genau DAS rein gar nix bringt. Schau nach vorne - was kannst du tun, damit es dir bald wieder besser geht? Das AD nehmen und wieder auf die Beine kommen z.B. - DAS HAST DU IN DER HAND!!!! Und dann schauen, wie es weiter gehen soll - auch im Bezug eines 2. Kindes.

Ich drück dich feste und bin in Gedanken bei dir!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Vicky

Beitrag von Vicky »

Hallo Ihr drei,

bin so froh, daß Ihr mir geantwortet habt.

(Hatte nämlich Angst, daß mir keiner mehr schreibt nach dem Thread wegen des Alkoholismus.)

Bin jetzt wieder auf 75mg Venlafaxin.
Mein zweiter Vorname könnte auch Ungeduld heißen.
Jeder fragt mich, warum ich mir immer so einen Druck mache.

Die Depression hat sich bei mir die letzte Woche wieder vorgestellt.
Dunkel, wie ein Sog, übermäßiges Schlafen, alles war zu anstrengend, am liebsten wäre ich nur im Bett geblieben.
Und dann dieser innere Druck, dieser brennende Schmerz im Bereich des Brustbeins. Rauschen un Knistern im Kopf, Nebel.
Die Zeit war auch wieder stehen geblieben, das ist so schrecklich, ein Tag wie ein Monat. Leere, Frage nach den Sinn, Minderwertigkeitsgefühle,....
Seit gestern das Weinen,...(ah es geht bergauf, wenn das Weinen kommt)

Marika, ich werde auch immer auf Medis bleiben müssen.
Meine Doc hatte es mir eigentlich schon angedeutet.
Aber ich habe gedacht, es ist möglich ohne, wenn ich nur will und alles erdenkliche tue.


Ja, ich glaube der Zeitpunkt ist schlecht, ich wollte msl wieder alles planen, jetzt will ich einfach nur nicht mehr Ich sein.

Ich beneide all die Frauen mit den vielen Kindern, bei denen das so unkompliziert geht. Die locker flockig noch eins bekommen und noch eins und sich keine Gedanken machen müssen um Umsetzen oder Absetzen von Medis.
Und von denen bin ich hier in der Ferienanlage umzingelt.
Und meine Feundinnen kriegen auch alle ständig Kinder ohne Probleme.

Warum kann ich einfach nicht mit dem zufrieden sein, was ich habe?

Ach und eigentlich gehört das gar nicht hier ins Medi forum.
Danke, daß ich auch mal Jammern darf bei Euch.

Eure Vicky

P. S. Habe im Urlaub 2x meinen Bruder getroffen, das war für meine Depression sicher nicht hilfreich, aber wer weiß wie es ihm nach derHirnoperation geht? Wer weiß wie lange er dann noch lebt?
Serenity

Beitrag von Serenity »

Hallo Vicky,

natürlich schreibe ich Dir noch, ich habe den Thread wegen des Alkoholismus auch verfolgt, hatte aber beschlossen mich da weder schreibtechnisch noch emotional reinzuhängen ( auch wegen meiner Vergangenheit mit meiner Mutter....) Beim Lesen kam trotzdem wieder alles hoch!

Ich finde es toll, dass Du wieder Deine Dosierung nimmst!

Ich finde es auch schwer mich damit abzufinden, dass man ein Leben lang krank ist. Ich würd auch so gern "normal" sein und einen leichteren Weg haben und dann vera.... einen mal wieder das Leben oder man mutet sich selbst zuviel zu....
Wir sind uns da glaube ich sehr ähnlich.

Ich drücke Dir fest die Daumen, dass es nach dem "Weinen" bald besser wird, und hoffe natürlich auch das Beste für Deinen Bruder!

Liebe Grüße
Serenity
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Marika
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Beitrag von Marika »

Sehr gute Enscheidung, liebe Vicky - wirst sehen, es wird dir bald wieder besser gehen und mit der Zeit auch so richtig, richtig gut!!!!!

Wegen deiner Meinung im Alkohol Thread - mach dir doch keinen Kopf - jeder hat ein Recht auf seine Meinung und was dort war hat nichts mit dir persönlich für mich zu tun, Süße! :-)

Weißt du, ich glaube es ist hilfreich zu lernen, nicht zurück zu schauen oder zu "sehen" das andere ein vermeintlich so perfektes Leben und nur Glück haben - denn das haben auch sie nicht. Glaub mir, jeder hat sein Päckchen zu tragen, nicht jede Frau in Form einer PPD, aber dafür was anderes. Aber abgesehen davon: Ich habe in meiner Therapie gelernt, diesen Fokus des "NACH NINTEN BLICKWINKELS" zu verlassen und ihn "NACH VORNE" zu verschieben. Du verschwendest sehr viel Energie in dieses Hadern, dieses Fragen nach dem Warum, ist auch verständlich. Aber es ist mögich, diese Ebene zu verlassen und seine Kraft in das Verwirklichen seiner eigenen Wünsche, seiner Bedürfnisse und seines Glücklichseins zu stecken. Versuch das Leben anderer OHNE BEWERTUNG zu sehen, das Gefühl das auch haben zu wollen ist legitim, nur halte dich nicht zu lange damit auf. Verschieb deinen Fokus immer wieder AKTIV AUF DEIN LEBEN und was du TUN KANNST, DAMIT ES DIR GUT GEHT!!! Da ist deine Erngie sehr gut aufgehoben und kann unglaublich produktiv wirken - ich habs genau so erlebt.

Wir haben zwar einen chronische Krankheit - wohl ein Leben lang. Aber es ist mögilch trotzdem und mit guter AD-Einstellung ein GESUNDES WEIL VÖLLIG BESCHWERDEFREIES LEBEN zu führen. Versuch das zu sehen, was DU HAST, da gibts unglaublich viel!!!!! Und das weißt du auch!!!! Jeder Mensch hat ganz viel selber Macht, ein glückliches Leben zu haben, auch wenn einem oft Widrigkeiten entgegen treten. Aber es ist immer möglich, wunderbares daraus zu machen. Lebe jeden Tag GANZ INTENSIV, SPÜRE so richtig das Leben mit deiner Familie. Das wird dir mit der Zeit dann wieder leichter fallen, wirst sehen.

Versuch nicht die Ziele der anderen zu erreichen, sondern schau was für dich in deinem Leben möglich ist!!!!!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Vicky

Beitrag von Vicky »

Guten Abend Serenity und Marika,

ja, das alles leuchtet mir ein, zum großen Teil bin ich da sowieso ganz Deiner Meinung, Marika, aber das täglich in die Praxis umzusetzen... .

Als ich gut eingestellt war, ging das zumeist, aber jetzt, kann ich mein Denken kaum beeinflussen.

Ich frag mich auch schon wieder, warum ich noch nicht so wie vor der Reduktion bin. Ich habe doch schon 1 Woche wieder hochdosiert.

Was kann ich bloß gegen diese Ungeduld tun?
Wie kann man sich gedanklich von all dem Schrott befreien, der immer und immer mal wieder durchbricht?

Versagensgefühle, Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle,....

Da bau ich auf und auf und auf und nun stürzt alles wie ein Kartenhaus ein.
Das ist einfach frustrierend.


Es geht bergauf, aber gut ist ein anderer Zustand.

Hmm, Serenity, Deine Worte beruhigen mich.
Wie lernen wir nun, die Krankheit anzunehmen als einen Teil von uns?
Rational ist das ja klar, aber emotional?

Vicky :(
Serenity

Beitrag von Serenity »

Hi Vicky,

wenn ich das wüßte, wie man die Krankheit emotional annehmen kann....
Ich glaub ich bin manchmal zu perfektionistisch und streng mit mir selbst.

Es ist der Wunsch alles gut zu machen und alles im Leben zu schaffen.

Aber letztendlich: Wer definiert was "alles schaffen" ist. Marika hat mit ihrem letzten Satz so recht!

Nur...wie kann ich das verinnerlichen?!

Es hilft manchmal mir meinen kleinen Sohn anzuschauen, dadurch das er ein Frühchen war kann er einige Dinge erst viel später als zum Termin geborene Kinder und trotzdem ist er in der Krabbelgruppe der Liebling der anderen Mütter ( weil er jetzt schon alles anlächelt, was weiblich ist und auch auf jeden Arm will ).
Fazit, man muß nicht immer alles können, perfekt und "normal" sein, um gemocht zu werden. Mir hilft diese Erkenntnis sehr.

Also, wir arbeiten dran... :-)

Ganz liebe Grüße
Serenity
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Marika
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Beitrag von Marika »

Hallo ihr Lieben,

ich kann von mir sagen, dass ich meine Erkrankung angenommen habe, sie ist ein Teil von mir. Ich habe sie mir nicht gewünscht, aber das Schicksal hatte anderes mit mir vor und mich vor vollendete Tatsachen gestellt - so zu sagen. :wink: Klar - käme eine Fee und ich könnte mir was wünschen, dann wäre das: kein AD mehr zu brauchen und trotzdem nie mehr depressiv zu werden. Leider wird das nicht passieren und so habe ich mich mit der Erkrankung "angefreundet".

Ihr habt natürlich recht - das zu im Alltag zu schaffen, sich diese Einstellung zu verinnerlichen, ist wirlkich nicht leicht. Auch ehrlich gesagt, kann ich euch rational die Schritte dich mich dazu gebracht haben, gar nicht aufscheiben - es ist einfach "passiert" - langsam aber stetig im Zuge meiner Therapie. Von meinem Therapeut hab ich auch diesen einen Satz, der sich mir sofort in mein Hirn eingebrannt hat:

"Was kann ich jetzt tun, damit es mir besser geht"

Also - meine Energie dafür verwenden, nach Lösungen und Dingen zu suchen, die mir gut tun, die zu einer Verbesserung meines Lebens beitragen. Am Anfang war das Übungssache - mittlerweile hat sich diese Denkweise verselbständigt. Natürlich motze ich auch mal und schaue kurz "zurück" - aber dann setzt sofort wieder diese andere Denkweise ein und sie ist es, die in meinem Leben soviel positives bewirkt hat. Es ist auch absolut aufrichtig und völlig ehrlich gemeint wenn ich oft schreibe: Mein Leben ist heute schöner und besser als all die Jahre zuvor, denn die Krankheit hat mich gezwungen auf MICH zu schauen, MICH ZU FINDEN, AN MIR ZU ARBEITEN.

Dieser Satz meines Psychiaters war sicher ein Schlüsselerlebniss für mich und ich hab erkannt, dass ich und jeder Mensch ihn in jeder Situation einsetzen kann. So bin ich weiter gekommen - Schritt für Schritt - und ANGEKOMMEN.

Ich wünsche euch von Herzen die selbe Erfahrung, abe ein Patentrezept dazu hab ich leider nicht!

Einen Drücker und viel positive Energie schick ich euch!
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
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Vicky

Beitrag von Vicky »

Hallo Marika und Serenity,

das ist sehr lieb von Euch und Eure Antworten haben mir sehr gut getan!!

Mein Zustand stabilisiert sich gerade, zum Glück, das Medikament greift seit Dienstag wieder.

Nun verstehe ich auch kaum, warum ich nicht positiv und anders denken konnte, aber ich denke zunehmend, daß die Erkrankung zu einem größeren Teil ein Stoffwechselproblem ist.

Jetzt wo das Medi greift, kann ich die Dinge auch wieder so denken wie Du sie schreibst, Marika.
Es ist schon faszinierend, ich bin plötzlich wieder wie ein anderer Mensch.

Bin aber immmer noch leicht erschöpfbar.

Liebe Grüße von Vicky
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Beitrag von Marika »

Vicky - du hast völlig recht. Ohne AD kann auch ich nicht ganz so denken, es fühlt sich dann an, als hätte ich das zwar gelernt in der Therapie, aber es ist einfach nicht abrufbar. Das habe ich bei meinem Rückfall vor einem Jahr genau so gefühlt und bin fast verzweifelt daran. Als ich das AD dann wieder genommen habe - pengg - war plötzlich alles was ich ja wußte und gelernt hatte wieder GREIFBAR UND UMSETZBAR!!! Die Kombi aus Lernen in der Therapie und auch anwenden mit AD ist für mich so zu sagen der Schlüssel für ein schönes Leben!

Man sieht hier eindeutig, dass Depressionen eine wirklich organische - sprich chemische Stoffwechsel Sache ist, die manchmal einen kleinen Rest ohne AD nicht mehr zum selbständigen Laufen bringt. Und hier begreift man dann auch, warum man deine Depression nicht mit dem Willen oder positivem Denken beeinflussen kann - es ist schlicht nicht möglich, weil im Gehirn das "Material" dazu fehlt!

Freu mich, dass es dir wieder besser geht!
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Vanessa

Schwangerschaft und AD

Beitrag von Vanessa »

Hallo, Vicky
Dein Beitrag hat mich sehr berührt, weil es mir ähnlich ging,. Ich wollte unbedingt OHNE AD schwanger werden und habe mich damit ganz schön unter Druck gesetzt. Jede Reduktion die nicht geklappt hat , hat mich immer mehr frustriert so das eine neue SS in immer weitere Ferne zu rücken schien. Da ich damals schon 37 war, hörte ich meine biolog. Uhr ticken , was mich auch nicht gerade entspannt hat. Ich bin dann halb ungeplant schwanger geworden, hab das Doxepin absetzen müssen und bin in eine Depression gerauscht. Den Rest der SS hab ich dann Amitriptylin genommen und einen tollen Jungen bekommen.
Was ich sagen wollte- manchmal gehts eben nicht ohne AD. Es gibt übrigens auch Studien und zunehmend mehr Erfahrung mit AD in der SS ( meine Freundin ist Psychiaterin). Ich habe z.B eine Studie im Lancet gelesen über AD in der SS (Amitriptylin). Da haben sie Kindergartenkinder untersucht, deren Mütter Amitriptilin in der SS genommen hatten. Alles gesunde , altersgerecht entwickelte Kinder ! Das hat mich sehr beruhigt. Würde eine weitere SS beim geringsten Anzeichen einer Depression wieder mit dem Amitriptylin durchziehen.
Es geht bestimmt auch mit AD !! Alles Gute Vanessa
nic

Beitrag von nic »

Hey Süße...

du hat die Möglichkeit kleinere Schritte zu machen...

Lies mal bei http://www.adfd.org im Forum unter Antidepressiva absetzen.

Mach ich auch grad und ist SEHR hilfreich.

Liebe Grüße

N!c[/url]
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Beitrag von Marika »

Hallo Nic,

ich wollte dir nur sagen, dass besagte Internet Seite vor geraumer Zeit geschlossen wurde und der Betreiber verklagt wurde, wegen falscher bzw. gefährlicher Aussagen. Das ist KEINE Wertung von mir über diese Seite, nur eine Info!!!! Die Seite wurde dann neu eröffnet, wie man sieht. Ich weiß aus der Vergangenheit, dass wir sogar ziemlichen Ärger mit Leuten von dieser Seite hatten, die zu uns kamen und das Absetzen bzw. die Gefährlichkeit von AD´s propagierten und viele unserer Frauen zutiefst verunsicherten. Die Moderatoren mußten sogar einschreiten, weil die Seite als nicht gut für akut kranke Frauen einzustufen war. Das ist aber sicher schon glaub ich 3 Jahre her.

Das wirklich nur zur Info, damit ihr Bescheid wißt!
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
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