Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Oder macht das Promethazin extrem müde? Das kann ich mir mit den Kids halt auch net erlauben.
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Ich denke auch, dass diese niedrige Dosis wegen dem stillen ist. Frag sie am besten, was man noch machen kann, evtl ist eine Erhöhung trotzdem möglich. 
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Ein bisschen müde macht es schon, aber nicht ganz extrem. Ich verstehe dich schon, aber dieses "kann ich mir nicht erlauben" ist eine Bremse, das sind die Dinge die alles eher verschärfen. Du bist krank, du brauchst Unterstützung und Hilfe. Könnt ihr vielleicht jemanden organisieren, der euch mit den Kindern hilft?
Es geht hier jetzt um dich und du musst jetzt im Mittelpunkt stehen.
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Liebe Grüße von
Marika
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Marika
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Ich bespreche es morgen mit der Psychiaterin.
Wir haben Unterstützung, aber ich will ja für die Kids da sein. Es ist so ein schlimmes Gefühl.
Wir haben Unterstützung, aber ich will ja für die Kids da sein. Es ist so ein schlimmes Gefühl.
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Und woher kommt eigentlich diese ständige Angst, die einen gefühlt dauerhaft begleitet?
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Die Angst ist ein typisches Symptom der Depression. Das war bei mir auch so. Eigentlich hatte ich eine schwere Depression, aber in diesem Rahmen traten bei mir auch Ängste auf, die ich in einem gesunden Zustand nicht so habe. Zb hatte ich Angst einkaufen zu gehen,je weiter ich Supermarkt drin war, desto mehr Angst und Anspannung kam hoch. Diese Ängste sind manchmal gar nicht wirklich erklärbar oder rational zu erfassen. Es kommt durch die gestörte Interaktion der nervenzellen im Gehirn. Es gibt da zb einen Teil der für Angst zuständig ist, die Amygdala, die ist im Rahmen einer psychischen Erkrankung überaktiv. Es ist ein ganz alter Teil vom Gehirn, der uns quasi in der Steinzeit oder halt noch viel mehr Zeit davor, geholfen hat zu überleben. Dein Körper ist aktuell in einem Überlebensmodus und deshalb ballert das Angst Zentrum im Gehirn ein Masse an Impulsen raus, die zu den Klassikern Angst Symptomen führen.
Gleichzeitig kann man das ganze auch von einer anderen Seite sehen, die nicht biochemische ist. Was du gerade erlebst und was die meisten hier unterschreiben können. Eine schwere psychische Krankheit ist so furchtbar und schrecklich, sie erschüttert die Grundfesten des eigenen Ich's. Das du dadurch Angst bekommst, dich wie traumatisiert fühlst und vollkommen das Vertrauen in dein Leben verloren hast. Es ist so gesehen völlig klar dass du Angst hast. Aber es bleibt ja nicht so, du rufst morgen bei deiner Psychiaterin an und klärst das notfallmedikament ab, ich denke damit kann dir im Moment schon mal sehr viel geholfen werden.
Gleichzeitig kann man das ganze auch von einer anderen Seite sehen, die nicht biochemische ist. Was du gerade erlebst und was die meisten hier unterschreiben können. Eine schwere psychische Krankheit ist so furchtbar und schrecklich, sie erschüttert die Grundfesten des eigenen Ich's. Das du dadurch Angst bekommst, dich wie traumatisiert fühlst und vollkommen das Vertrauen in dein Leben verloren hast. Es ist so gesehen völlig klar dass du Angst hast. Aber es bleibt ja nicht so, du rufst morgen bei deiner Psychiaterin an und klärst das notfallmedikament ab, ich denke damit kann dir im Moment schon mal sehr viel geholfen werden.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Alibo!
Gestern ab Nachmittags habe ich mich ganz normal gefühlt. Und heute Morgen ist es wieder so schlimm.
Gestern ab Nachmittags habe ich mich ganz normal gefühlt. Und heute Morgen ist es wieder so schlimm.
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Ich spüre auch aktuell wieder so gar keine Freude an den Kids und wünsche manchmal, sie wären nicht da. So schlimme Gedanken!!
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Guten Morgen!
Ja das Morgentief ist grausam, ich habe auch sehr darunter gelitten. Dass es dir dann aber doch gut gegangen ist, kann ein erster positiver Hinweis darauf sein, dass es sich langsam bessert.
Ja das Morgentief ist grausam, ich habe auch sehr darunter gelitten. Dass es dir dann aber doch gut gegangen ist, kann ein erster positiver Hinweis darauf sein, dass es sich langsam bessert.
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Was hat dir denn durch das Morgentief geholfen?
Mir fällt es so schwer, überhaupt aufzustehen…
Mir fällt es so schwer, überhaupt aufzustehen…
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Ein klarer Tagesplan. Es war am Vortrag schon klar, wie der nächste Morgen bzw. der ganze Tag laufen wird. Ich bin jeden Morgen raus mit dem Kinderwagen, meist in die Stadt unter Leute. Oft war meine Mama dabei, oder ich habe jemanden getroffen.
Ich habe einige Monate konsequent einen schriftlichen Plan für jeden Tag geführt. Das war eine eine Anweisung aus meiner Therapie. Das hat mir sehr geholfen, besonders Morgens. Natürlich war es trotz oft hart, aber zu wissen was als nächstes kommt oder zu tun ist, hat es erleichtert.
Ich habe einige Monate konsequent einen schriftlichen Plan für jeden Tag geführt. Das war eine eine Anweisung aus meiner Therapie. Das hat mir sehr geholfen, besonders Morgens. Natürlich war es trotz oft hart, aber zu wissen was als nächstes kommt oder zu tun ist, hat es erleichtert.
Liebe Grüße von
Marika
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Oh wow, das klingt gut, aber auch sehr hart. Du musstest sicher unheimlich Kraft aufbringen, um das so durchzuziehen. Hast du das auch in der Akutphase geschafft?
Ich finde es so schwierig, ein Maß zu finden, wann ich mir Hilfe hole und wann ich etwas selbst mache.
Ich hole mir zB aktuell immer Jemanden, der meine große Tochter in den Kindi bringt. Aber manchmal denke ich, ich drücke mich nur davor, um im Bett bleiben zu können…
Muss das morgen mal mit meiner Therapeutin besprechen.
Ich finde es so schwierig, ein Maß zu finden, wann ich mir Hilfe hole und wann ich etwas selbst mache.
Ich hole mir zB aktuell immer Jemanden, der meine große Tochter in den Kindi bringt. Aber manchmal denke ich, ich drücke mich nur davor, um im Bett bleiben zu können…
Muss das morgen mal mit meiner Therapeutin besprechen.
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
In den ersten Wochen, war immer schon meine Mama morgens in der Wohnung, sobald mein Mann zur Arbeit ging. Sie hat mir dann geholfen, den Tag zu meistern. Das heißt mich angeleitet: jetzt duschen, jetzt anziehen.... Also wirklich wie bei einem kleinen Kind. Oft hat sie mir mein Baby dann in den Arm gelegt und ich habe nichts gespürt.... nur Angst und Panik. Trotzdem haben wir das durchgezogen und es wurde leichter. Nach etwa 3 Monaten habe ich es geschafft, den Morgen ohne Hilfe zu bewältigen, aber im Hintergrund mit Angst und Zwangsgedanken. Du hast ganz recht, es war oft mega hart. Aber wie gesagt, der Plan stand und an den hatte ich mich zu halten. Aber immer im Hintergrund die Mama, Papa, Tante, Cousine, mein Mann die ich hätte sofort anrufen und um Hilfe bitten können. Ich hatte also ein sehr enges Netz, das langsam weiter wurde. Und ich war die ersten etwa 5 Monate nie den ganzen Tag alleine, immer nur Tagesabschnitte so wie ich es mir zurtaute. Das Wissen dass da im Notfall immer jemand sofort da ist, hat sehr geholfen. Mein Psychiater der auch mein Therapeut war, hat das so empfohlen damals.
Sehr gut, dass man dir mit deiner Tochter hilft. Genau so würde ich es auch machen! Du brauchst doch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dadurch noch etwas liegen bleiben kannst. Der Alltag alls Mama ist hart genug, darum gönn dir das doch! Auszeiten für dich ganz alleine - also ohne Kinder... wann hattest du das zuletzt?
Sehr gut, dass man dir mit deiner Tochter hilft. Genau so würde ich es auch machen! Du brauchst doch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dadurch noch etwas liegen bleiben kannst. Der Alltag alls Mama ist hart genug, darum gönn dir das doch! Auszeiten für dich ganz alleine - also ohne Kinder... wann hattest du das zuletzt?
Liebe Grüße von
Marika
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CoClaraEmil
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Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Du hast dann aber auch einen langen Weg hinter dir. Ich bewundere wirklich alle, die das so durch- und überstehen und dann anderen so einen Mut machen. Danke!
Habe jetzt von der Psychiaterin gesagt bekommen, dass ich 3-4 mal am Tag 5-10 Tropfen vom Promethazin nehmen kann. Mal sehen ob das hilft.
Habe jetzt von der Psychiaterin gesagt bekommen, dass ich 3-4 mal am Tag 5-10 Tropfen vom Promethazin nehmen kann. Mal sehen ob das hilft.
Re: Neu hier mit 2. PPD und auf der Suche nach Hoffnung
Sehr gut, dass ist dann schon deutlich mehr vom Promethazin. Da kannst du auch eine bessere Wirkung erwarten. 
Liebe Grüße von
Marika
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Marika
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