Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

Moderator: Moderatoren

PerfectPeach
Beiträge: 8
Registriert: 09:08:2026 12:59

Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von PerfectPeach »

Hallo in die Runde,
ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen könnt ❤️!
Ich habe zuvor in meinem Leben noch nie (!!!) psychische Probleme gehabt, ganz im gegenteil, war immer sehr glücklich und erfolgreich im Job usw. Vor ca 10 Wochen kam mein erstes Kind zur Welt. War sogar in der Kinderwunschbehandlung wegen PCOS etc. Die Geburt war nicht ohne, aber ich habe (zumindest bewusst) kein Trauma o.ä. ABER dann ging es los, hatte extremen Babyblues und konnte einfach nicht mehr Schlafen- obwohl ich soooo müde war. Das hat mich fertig gemacht und in eine postpartale Depression/Angststörung gebracht… Nach zwei Wochen war ich dann im Krankenhaus und hab Quetiapin bekommen. Bin mit 25 mg gestartet und hat anfangs etwas geholfen, dann nicht mehr so und bin auf 50 mg rauf. Auch das hat Anfangs einigermaßen geholfen und dann wurde es wieder schlimmer. Liege dann mit Herzklopfen wach und kann einfach nicht einschlafen… Jetzt soll ich zu Mirtazapin wechseln auf 15 mg, auch, weil das im Gegensatz zu Quetiapin antidepressiv wirken und das Ganze an der Ursache beheben soll… Bin grad bei 25 mg Quetispin (ausschleichen) und 7,5 mg Mirtazapin. Letzte Nacht war trotzdem nicht mehr als 5 Stunden drin, danach lag ich wach und hab mich von einer Seite auf due andere gedreht.
Hab mittlerweile Angst, dass ich für immer in der Situation feststecke und da niemals rauskomme…

Können mir Medikamente wirklich helfen, wieder zu mir zu finden und gut zu schlafen? Das macht mich so fertig. Versuche einen aktiven Lebensstil zu führen, viel raus, Bewegung, unter Leute gehen etc., aber es bringt nicht wirklich was… Ich kann so nicht mehr weitermachen, bin echt am Ende…
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hello, bin das Beste Beispiel für EXTREME Schlaflosigkeit. Wirklich extrem. Dachte ich sterbe daran. Ich kann dich sehr gut verstehen, wie quälend das ist. So begann der ganze Spuk bei mir auch, und auch ich hatte davor eig nie psychische Probleme, also nicht,dass ich wüsste. Wie du, erfolgreich im Job, Wunschkinder... Es war so krass, dass ich regelrecht pAnik vor dem Zubettgehen bekommen hab, weil ich auch die ganze Nacht nur wach lag. Ein Jahr später, glaube es mir, ich schlafe wieder ganz gut. Ich habe zunächst Schlaftabletten bekommen, das war für mich wie eine Erlösung. Aber auch damit gingen nur einige wenige Stunden. Ich dachte, soweit bist du schon gekommen, auf Schlaftabletten. Ich bekam Sertalin, später Quetiapin und könnte so die Schlaftabletten ohne Probleme absetzen. Quetiapin habe ich bestimmte ein gutes halbes Jahr genommen. 50mg. Das könnte ich aber vor Kurzem problemlos absetzen. Jetzt bin ich weiterhin bei 100 Sertalin. Bin leider auch noch nicht die Alte, aber vor einem Jahr war ich nur Asche, ich sag es dir.
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Such dir unbedingt Hilfe und quäle dich nicht. Es gibt Wege. Bei mir waren Medikamente unausweichlich, ich war wie erstarrt...hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle.
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

By the way, 5 h ist gar nicht so schlecht. Ich hatte anfänglich auch voll den Kontrollwahn, wieviel Stunden ich geschlafen habe, und hatte immer auf meiner auhr geguckt. Aber das soll man wohl nicht machen. Oh Gott, wenn ich mich zurück erinnere, HORROR...ich hatte mich aber so erschöpft Gefühlt, egal wie viel ich geschlafen hatte. Versuch geduldig und gut zu dir zu sein. Drück dich
alibo79
power user
Beiträge: 1935
Registriert: 16:06:2021 11:15

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von alibo79 »

Guten Morgen und herzlich, willkommen hier im Forum.
Ich nehme tatsächlich seit Jahren die Kombination aus Mirtazapin und quetiapin. Da ich auch unter Depressionen leide, die dann mit schlafstörungen einhergehen.
Tatsächlich ist meine Erfahrung, dass die schlafstörungen an sich relativ schnell behoben werden können. Mirtazapin hilft da schon wirklich gut. Oft ist es aber so, dass man eine Angst vor dem nicht schlafen können hat oder entwickelt, weil das einfach so ein unangenehmes Gefühl ist und diese Symptom natürlich auch echt beängstigend sein kann. Das hat bei mir schon länger gedauert, bis ich die Angst davor nicht schlafen zu können loslassen konnte. Aber an sich der Schlaf hat sich relativ schnell gebessert. Das war nicht gleich richtig gut, aber ich hatte z.b nicht mehr so oft. Das herzrasen beim Einschlafen und auch das frühe erwachen wurde weniger. Es gab dann schon in manchen Situationen, oder Wenn ich in einem tiefer wieder Probleme mit dem schlafen aber ich hätte gesagt 60 bis 70%. Der Nächte waren dann schon wieder deutlich besser.
Gerade wenn du ganz neu mit dem Thema psychische Erkrankungen konfrontiert bist, kann man sich viele Dinge gar nicht vorstellen, was erstmal an Symptomen auftreten kann oder auch was eine Therapie oder Medikamente bewirken können. Oft ist da in der Gesellschaft eine ganz falsche Vorstellung. Es ist ja so, dass dein Gehirn und der Stoffwechsel im Gehirn total durcheinander geraten ist und da setzen die Medikamente an und helfen, dass es nach und nach besser wird und dein Gehirn wieder in den richtigen Bahnen arbeitet.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
alibo79
power user
Beiträge: 1935
Registriert: 16:06:2021 11:15

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von alibo79 »

Und tatsächlich am besten nicht auf die Uhr gucken oder versuchen den Schlaf zu kontrollieren. Das ist meistens kontraproduktiv. Es mag dir für einen Moment dann Sicherheit geben, aber in einem anderen Moment kann es dich genauso gut total verunsichern. Deswegen nicht auf irgendeine smartwatch deinen Schlaf kontrollieren und auch die Uhren am Bett nicht beachten.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
PerfectPeach
Beiträge: 8
Registriert: 09:08:2026 12:59

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von PerfectPeach »

Danke für eure Beiträge und ermutigenden Worte!!!!!! ❤️❤️❤️ wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr eine Verbesserung durch das Antidepressivum gemerkt hat? Aktuell war ja der Plan, von Quetiapin zum Mirtszapin zu wechseln. Aber bisher hat es noch nicht wirklich geklappt, da ich von alleine keine Beruhigung oder ausreichende Müdigkeit abends verspüre. Also bin ich gerade bei 15 mg Mirtazapin zwei Tagen und 50 mg Quetiapin. Gestern Abend war ich so unruhig und verzweifelt, dass ich nach 2 Stunden noch mal 50 mg Quetiapin genommen habe. Dann konnte ich dann aber 6-7 Stunden durchschlafen… (Mein Mann kümmert sich dann um den Kleinen, der zum Glück nur einmal nachts wach wird).
Ich fühle mich auch so unglaublich schlecht und schuldig, weil wir wirklich ein „Anfänger Baby“ haben, der kaum schreit oder weint, nachts nur einmal wach wird… Fühle mich so, als ob ich es gar nicht verdient hätte, dass es mir schlecht geht, weil andere Frauen mit „anstrengenden“ Kindern doch so viel schlechter dran sind und ich doch eigentlich Mega dankbar sein sollte :(.
Aber wirklich Angst, in dieser Situation für immer festzustellen und dass es nie besser wird… Wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis ihr Verbesserung gespürt habt? Beziehungsweise wie habt ihr gemerkt, dass das Antidepressivum anfängt zu wirken?

Vielen Dank an euch, die sich Zeit nehmen und nicht geantwortet haben/ antworten ❤️❤️❤️❤️
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hello. Mein Kleiner ist heute 1 geworden. Tja schwer zu sagen. Die ersten Monate hab ich gefühlt gar nix gemerkt, als Bedarfsmedikament habe ich Promethazin genommen. Gegen Tavor hab ich mich gewehrt xD aber diese Unruhe war unerträglich, weiß nicht wie ich das ausgehalten habe. Könnte nicht mal still irgendwo sitzen, war wie getrieben. Oh Gott. Erste kleine Minischritte habe ich glaub ich nach 3 Monaten so wirklich bewusst gemerkt. Die Alte bin ich leider immer noch nicht, aber ich konnte den Geburtstag doch Recht genießen und wir haben ein wenig gefeiert. Das war wirklich schön. Ist schon heftig, wie lang der Mist bei mir dauert, aber ich war auch wirklich schwer betroffen und gebe einfach nicht auf, dazu hab ich mein altes Leben zu sehr geliebt. Ich hoffe, dass es in einem Jahr dann hftl komplett weg ist. Ansonsten könntest du dir mal Zitronenmelisse holen, das beruhigt auch das Nervensystem, am besten von Vimergy. Bei mir waren es anfangs auch 100 Quietapin und das war schon ein Klopper und ich habe endlich durchgeschlafen. Halte durch, es wird bald helfen!
PerfectPeach
Beiträge: 8
Registriert: 09:08:2026 12:59

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von PerfectPeach »

Konntest du das Promethazin zusätzlich zum Quetiapin einnehmen?

Hatte letzte Nacht wieder die Mischung von 100 Quetiapin & 15 mg Mirtazapin und bin tritz leichter Benebelubg ewig wach gelegen… Habe Angst, dass all die Mefikamente, die bei anderen helfen, bei mir irgendwie nichts bringen und ich für immer mit dieser Schlafstörung zu kämpfen haben werde…

Ich lese in Foren, dass manche schreiben, dass sie 7,5 mg Mirtazapin „über Stunden ausknockt“ und frage mich, wie es sein kann, dass das nichts bei mit bribgt
Benutzeravatar
Marika
power user
Beiträge: 11246
Registriert: 04:06:2005 16:05

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Marika »

Hallo und herzlich Willkommen bei uns!

Weiß dein Arzt Bescheid, dass du das Quetiapin im Moment erhöht hast? Wenn nicht, würde ich ihn informieren, dass das Ausschleichen von Quetiapin nicht klappt und du trotzdem mit Mirtazapin 15 mg wach liegst. Du kannst und solltest dich auch nicht mit anderen vergleichen. Nur weil manche mit 7,5 mg schlafen wie ein Stein, heißt das nicht, dass das bei allen so funktioniert. Dein Hauptsymtom ist das nicht schlafen können, möglicherweise brauchst du im Moment einfach höhere Dosen. Besprich das wirklich sehr bald mit deinem Arzt und sag ihm klar, dass es gerade nicht funktioniert. Bei den Medikamenten ist noch viel Luft nach oben, was die Dosis angeht.

Ich möchte dir auch noch unbedingt zum schlechten Gewissen etwas sagen: ein "Anfänger Baby" ist toll, ich hatte auch eines.... und bin in eine sehr schwere PPD gerutscht. Mein Umfeld verstand die Welt nicht mehr und ich auch nicht. Erst nach und nach ist mir klar geworden, was mein Körper da alles leisten musste. Du im Speziellen warst in einer Kinderwunsch Klinik (wurdest du hormonell behandelt?), dann eine Schwangerschaft und eine Geburt.... beides absolute Grenzerfahrungen... und dann der gravierende Hormonsturz nach der Geburt. Jeder einzelne Fakor für sich alleine reicht schon aus, um im Gehirn Chaso anzurichten. Alles zusammen genommen kommt einem Tsunami gleich. Die allermeisten Frauen erleben dann den Baby Blues der vorübergehend ist. Aber etwa 20 % der Frauen erleiden größere psychische Auffälligkeiten. Hormone haben einen extremen Einfluss auf das Gehirn und die Biochemischen Prozesse die dort stattfinden. Das kann positiv sein, aber auch genau so negativ bis hin zu schweren Erkrankungen. Dieses Hormonelle Auf und Ab während einer Schwangerschaft und Geburt können wir nicht beeinflussen, es geschieht ob wir das wollen oder nicht. Und wie das Gehirn darauf reagiert haben wir auch nicht in der Hand. Also: du kannst einfach überhaupt nichts dafür, dass du krank geworden bist. Aber da alle diese Zusammenhänge die zu dieser Erkrankung führen noch immer nicht vollständig in der Gesellschaft angekommen sind, wird uns unterschwellig immer noch eine Mitschuld suggeriert. Das ist völlig unangebracht, es ist falsch und gemein. Jedem anderen Mensch der eine ganz schlechte Lebensweise hatte und schwer erkrankt, wird mehr Empathie und Mitgefühl entgegen gebracht, als einer frisch gebackenen Mama mit einer PPD. Damit muss Schluss sein! Du bist nicht schuld, du bist ohne dein Zutun krank geworden. Und du verdienst die beste, fürsorglichste und einfühlsamste Begleitung die es gibt. Und das werden wir dir hier geben!

Also: Schluss mit dem schlechten Gewissen... und bitte informier deinen Arzt über dein Problem im Moment! ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

PerfectPeach hat geschrieben: 16:08:2026 9:37 Konntest du das Promethazin zusätzlich zum Quetiapin einnehmen?

Hatte letzte Nacht wieder die Mischung von 100 Quetiapin & 15 mg Mirtazapin und bin tritz leichter Benebelubg ewig wach gelegen… Habe Angst, dass all die Mefikamente, die bei anderen helfen, bei mir irgendwie nichts bringen und ich für immer mit dieser Schlafstörung zu kämpfen haben werde…

Ich lese in Foren, dass manche schreiben, dass sie 7,5 mg Mirtazapin „über Stunden ausknockt“ und frage mich, wie es sein kann, dass das nichts bei mit bribgt
Hey, ja, ja, das habe ich auch gedacht und manchmal denk ich es immer noch, aber es stimmt nicht. Wie gesagt, ich habe glaub die ersten zwei Monate echt jeden Abend Schlaftabletten genommen. Erst etwas später sind wir zum Quietapin über. Ich habe selbst mit Schlaftabletten manchmal nur 4 h geschlafen, das war wirklich übel. Aber nach und nach, wenn das System sich wieder beruhigt, ging alles langsam wieder. Ich spüre jeden Abend noch so eine Vibration, so als ob mein Körper den Stress und die Angst des letzten Jahres abschüttelt. Aber ich lasse ihn und vertraue neben dem Medikament auf seine Selbstheilungskräfte, aber das kann ich nun langsam erst nach EINEM JAHR. Also wie gesagt, bei mir ging's anfangs nur mit Schlaferzwinger. Man braucht leider Geduld, die man nicht hat und ich weiß wie schwer das ist. Aber glaube mir, du wirst da nicht für immer feststecken.
Benutzeravatar
Marika
power user
Beiträge: 11246
Registriert: 04:06:2005 16:05

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Marika »

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: bitte keine Medikamenten- oder Dosierungsempfehlungen posten. (Margarita, ich habe den Hinweis von Promethazin aus deinem Beitrag gelöscht). Wir müssen hier sehr, sehr streng sein. Der Hinweis mit dem Arzt passt natürlich, aber trotzdem bitte keine konkreten Anwendungen (z.b. "bis zu 8 Tabletten). Wir sind ein staatlich geförderter Verein, daher müssen wir hier 3x mehr "super sauber" sein.

Ich denke ihr versteht was ich meine. Danke euch! ❤️
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Ohhhh entschuldigt, ich erinnere mich nur, dass man mir das im BKH kurz nach der Geburt gesagt hatte. Natürlich immer mit dem Arzt besprechen.
PerfectPeach
Beiträge: 8
Registriert: 09:08:2026 12:59

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von PerfectPeach »

Ich habe nun nach Rücksprache mit meinem Arzt parallel mit Sertralin gestartet, um die Depression und innere Unruhe/ Schlaf-/Angststörung im Kern zu behandeln. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich AD nehme. Ich bin seit 6 Tagen bei 25 mg, nach einer Woche soll dann rauf auf 50 mg und das Ziel sind laut Arzt 100 mg. Nehme parallel noch abends die 100 mg Quetiapin.
Drei Tage konnte echt gut und recht lange schlafen, aber gestern lag ich leider wieder die gabze Nacht wach… Das Quetiapin hat schon gewirkt, ich war abebds auch echt müde, aber die innere Unruhe und Anspannung/Angst, nicht schlafen zu können, war leider stärker…
Ich hoffe so sehr, dass Sertralin mir mittel- und langfristig helfen wird 🙏🏻 wie sind denn eure Erfahrungen mit AD? Habt ihr starke Nebenwirkungen und Erstverschlimmerung gehabt? Nach der schlaflosen Nacht fühle ich mich wieder total hoffnungslos und verzweifelt….

Tsgsüber überwiegen bei mir übrigens die depressiven Symptome wie Traurigkeit, Interesselosigkeit etc. … vieles, das mir früher wichtig war oder freude bereitet hat, ist mir nun echt egal 😟 und Abends, sobald es ins Bett geht - selbst wenn ich totmüde bin - kommt die Angst und hält mich wach….

Die Schlafstörung war übrigens nach der Geburt schlagartig von einen Tag auf den anderen da, also ich konnte plötzlich nicht mehr runterfahren, mein Gehirn ist so „überaktiv“ und kommt nicht zur Ruhe

wie sind da eure Erfahrungen?
Margarita_1989!
power user
Beiträge: 325
Registriert: 25:09:2025 14:21

Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hey, das könnte ich sein. Habe übrigens dieselbe Medikation wie du. Sertalin 100 nehme ich immer noch. Quetiapin habe ich 6 Monate genommen. Das hat mir schon geholfen. Aber leider gab es auch da ab und an noch Ausreißertage. Das wird auch wieder besser. Ich weiß wie schrecklich das ist, furchtbar. Aber es braucht leider Zeit. Aber eine Ausreißernacht bedeutet nicht, dass die nächste auch so wird. Ich hatte das auch oft, dass ich nachts so hoch geschreckt bin. Das hatte ich auch ne Zeitlang. Am Anfang hat mich das noch übel belastet und irgendwann, naja ein Jahr später, geb ich da nicht mehr soviel Acht drauf und es wurde wirklich weniger. Also schlafen kann ich mittlerweile echt wieder gut. Und wenn man mal nachts wach wird oder so, das ist ja eigentlich normal, es gab früher auch Nächte, woan nicht durchgeschlafen hat. Aber ich war richtig erstarrt und das bin ich jetzt nicht mehr. Boa aber ich merke jetzt auch, dass das alles nur durch Angst passiert ist bei mir, ich spüre im Körper auch wie so eine ätzende Batteriesäure und mein Körper zuckt ab und an immer noch. Ich Frage mich echt, wann er sich beruhigt. Halte durch, du wirst wieder gut schlafen können.
Antworten