Nach über 3 Jahren ein Tief
Moderator: Moderatoren
Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Guten Morgen. Ich kann deinen Gedanken durchaus nachvollziehen. Und ich glaube dadurch, dass meine Kinder viel größer sind und meine Krankheit Phasen auch schon länger zurücklegen, habe ich mehr Abstand zu diesem Thema. Denn auch bei mir stand im Raum ob es nur eine Depression ist, denn mein Psychiater sagt, dass er bei mir auch manchmal leichte manische Züge sehen würde. Und genauso wie bei dir wurden verschiedene Medikamente kurz ausprobiert und unter citalopram, mit dem es mir sehr sehr schlecht ging , inklusive Suizid Gedanken. Die vielleicht sonst auch da waren aber mit diesem Medikament sich extrem aufgedrängt haben und auch die Vorstellung meine Kinder los werden zu wollen(Gewalt Vorstellungen)weil dieser Zustand so unerträglich war.
Natürlich kann man da Verbindungen herstellen und sich vergleichen. Trotzdem musst du immer sehen, dass du eine eigene Person bist mit deiner eigenen Geschichte und deine eigenen Krankheit. Und es gibt mit Sicherheit Ganz viele psychisch kranke Menschen, die ähnliche Geschichten erlebt haben, lange krank waren, wo viel ausprobiert wurde und die trotzdem keine Menschen getötet haben. Das ist nämlich der große überwiegende teil. Dieser Fall ist traurig, aber nur ein kleiner bruchteil von allen psychisch kranken Menschen auf der Welt.
Natürlich kann man da Verbindungen herstellen und sich vergleichen. Trotzdem musst du immer sehen, dass du eine eigene Person bist mit deiner eigenen Geschichte und deine eigenen Krankheit. Und es gibt mit Sicherheit Ganz viele psychisch kranke Menschen, die ähnliche Geschichten erlebt haben, lange krank waren, wo viel ausprobiert wurde und die trotzdem keine Menschen getötet haben. Das ist nämlich der große überwiegende teil. Dieser Fall ist traurig, aber nur ein kleiner bruchteil von allen psychisch kranken Menschen auf der Welt.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Bei mir wäre es eine Einordnung in bipolar 2 würde ich sagen
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
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Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Ja, dass stimmt wohl, Alibo! Es gibt viele mit diesen Erkrankungen und bei den meisten geht es gut. Ich hatte in meinen schlimmsten Zeiten keine Gewaltfantasien, aber durchaus Fantasien, meinen Mann und meine Tochter zu verlassen.
Sara, ja klar, kannst gerne fragen. Nach der Geburt hatte ich eine Phase, wo ich mich ungewöhnlich angstfrei gefühlt habe. Ich habe auch ziemlich viele Unternehmungen im Wochenbett (mit Baby natürlich) gemacht und wollte mich auf gar keinen einschränken lassen. Danach kippte ich in eine schwere Depression. Dieser Zustand hielt aber von März - Oktober an, was sehr lange für eine hypomane Phase wäre. Außerdem brauchte ich in der ganzen Phase immernoch viel Schlaf, habe nicht schnell geredet oder rasende Gedanken gehabt etc,‚weshalb meine Psychologin und auch meine Psychiaterin im Nachhinein keine Diagnose stellen würden. Aber dieses „vielleicht“ macht mich schon etwas verrückt..
Sara, ja klar, kannst gerne fragen. Nach der Geburt hatte ich eine Phase, wo ich mich ungewöhnlich angstfrei gefühlt habe. Ich habe auch ziemlich viele Unternehmungen im Wochenbett (mit Baby natürlich) gemacht und wollte mich auf gar keinen einschränken lassen. Danach kippte ich in eine schwere Depression. Dieser Zustand hielt aber von März - Oktober an, was sehr lange für eine hypomane Phase wäre. Außerdem brauchte ich in der ganzen Phase immernoch viel Schlaf, habe nicht schnell geredet oder rasende Gedanken gehabt etc,‚weshalb meine Psychologin und auch meine Psychiaterin im Nachhinein keine Diagnose stellen würden. Aber dieses „vielleicht“ macht mich schon etwas verrückt..
10/2024: PPD/PTBS
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
10 mg Escitalopram + 15 mg Mirtazapin
Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Ihr Lieben,
Ein kleines Update von mir: Ich habe tatsächlich wieder eine Episode, die aber bisher deutlich milder ausfällt als damals 2022. Ich merke die ZG wollen durch, aber ich bin sehr strikt mit KEIN GOOGLE und kein Neutralisieren. Ich hab sofort mit meinem Psychiater vereinbart das Duloxetin auf 60mg zu steigern, hatte je genau falls dieser Fall eintritt, das Dulox während SW und Stillzeit beibehalten und fahrs jetzt etwas hoch, mein Hirn braucht diese Hilfe jetzt wohl einfach. Ausserdem hab ich Tavor bekommen, falls ich die Dosissteigerung zu doll merken sollte...es ist jetzt Tag 2 der Steigerung, bisher läuft es ganz gut habe morgens immer ein Tief, das sich aber recht schnell bessert und dann halt den Tag über immer mal wieder Schwankungen wo die Gedanken blöd werden und die Angst....gestern nach einer halben Tavor war alles wie weggewischt!!
Ich schrauf jetzt alles zurück, arbeite mal die nächsten Monate nur ganz wenig....ich setz also alles um, was ich damals gelernt habe und hoffe ganz ganz fest, dass diese Episode dadurch milder und kürzer sein wird



Ein kleines Update von mir: Ich habe tatsächlich wieder eine Episode, die aber bisher deutlich milder ausfällt als damals 2022. Ich merke die ZG wollen durch, aber ich bin sehr strikt mit KEIN GOOGLE und kein Neutralisieren. Ich hab sofort mit meinem Psychiater vereinbart das Duloxetin auf 60mg zu steigern, hatte je genau falls dieser Fall eintritt, das Dulox während SW und Stillzeit beibehalten und fahrs jetzt etwas hoch, mein Hirn braucht diese Hilfe jetzt wohl einfach. Ausserdem hab ich Tavor bekommen, falls ich die Dosissteigerung zu doll merken sollte...es ist jetzt Tag 2 der Steigerung, bisher läuft es ganz gut habe morgens immer ein Tief, das sich aber recht schnell bessert und dann halt den Tag über immer mal wieder Schwankungen wo die Gedanken blöd werden und die Angst....gestern nach einer halben Tavor war alles wie weggewischt!!
Ich schrauf jetzt alles zurück, arbeite mal die nächsten Monate nur ganz wenig....ich setz also alles um, was ich damals gelernt habe und hoffe ganz ganz fest, dass diese Episode dadurch milder und kürzer sein wird
Sehr traumatische Geburt meines 1. Sohnes Nov. 2021
Januar 2022 PPD/PTBS
Anfangs Mirtazapin, inzwischen abgesetzt
Vortioxetin abgesetzt
Duloxetin 60mg> runter auf 30
Carbolithium 150mg abgesetzt
Januar 26 kam mein 2.Kind, bisher immernoch stabil und gesund♡
Januar 2022 PPD/PTBS
Anfangs Mirtazapin, inzwischen abgesetzt
Vortioxetin abgesetzt
Duloxetin 60mg> runter auf 30
Carbolithium 150mg abgesetzt
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Liebe Sara,
natürlich ist es doof wieder eine Episode zu bekommen, doch ich bin mir ganz sicher. Dadurch, dass du jetzt so schnell gehandelt hast und eine notfallplan zur Hand hast, dass du gar nicht so tief abstürzen wirst, wie nach dem ersten Kind. Vor allen Dingen hast du so viel gelernt in den Jahren und wendest das erlernte direkt an.
Sind es bei dir hauptsächlich die zwangsgedanken, Die Probleme machen oder ist es eher eine Depression? Das letzte Mal hast du ja zusätzlich Lithium noch bekommen und bis damit ja ganz gut stabil geworden.
Du hast geschrieben, dass du schon wieder arbeitest. Habe ich das richtig verstanden? Denn das ist ja auch schon anstrengend mit zwei kleinen Kindern und dann wieder arbeiten gehen. Was sagt denn dein Arzt dazu? Hat der die Diagnose gestellt?
natürlich ist es doof wieder eine Episode zu bekommen, doch ich bin mir ganz sicher. Dadurch, dass du jetzt so schnell gehandelt hast und eine notfallplan zur Hand hast, dass du gar nicht so tief abstürzen wirst, wie nach dem ersten Kind. Vor allen Dingen hast du so viel gelernt in den Jahren und wendest das erlernte direkt an.
Sind es bei dir hauptsächlich die zwangsgedanken, Die Probleme machen oder ist es eher eine Depression? Das letzte Mal hast du ja zusätzlich Lithium noch bekommen und bis damit ja ganz gut stabil geworden.
Du hast geschrieben, dass du schon wieder arbeitest. Habe ich das richtig verstanden? Denn das ist ja auch schon anstrengend mit zwei kleinen Kindern und dann wieder arbeiten gehen. Was sagt denn dein Arzt dazu? Hat der die Diagnose gestellt?
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Hallo ,
ich bin tatsächlich vor langer Zeit mit schwerer PPD hier gewesen, teilweise war es vielleicht auch schon in Richtung PPP, jedenfalls die Angst war so extrem bei mir, dass mein Kopf auch richtig verrückt spielte. In der Therapie kamen meine vielen und massiven Kindheitstraumata zutage.
Meine Kinder sind jetzt beide volljährig. Ich arbeite Vollzeit. War mega lange völlig stabil.
Aber auch mich hat dieser Fall so derart getriggert, dass ich eine Krise erlebte. So schlimm, dass ich sogar Medikamente und Therapie wieder in Erwägung ziehen würde, sollte es so bleiben...
Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch einen Trauma- Trigger erlebt habe. Meine Kindheit war traumatisch, aber ebenso diese PPD Erfahrung inkl. der schrecklich belastenden Zwangsgedanken.
Was mich ebenfalls triggert ist, dass in den Kommentaren zu dem Fall die Zwangsgedanken an sich als gefährlich hingestellt werden, was eben nicht stimmt. Zwangsgedanken sind nicht gefährlich, aber sie sind extrem beängstigend, belastend und müssen durchbrochen werden. Zu sagen, sie seien an sich gefährlich ist völlig kontraproduktiv für die betroffene Person! Denn man muss lernen, die Gedanken als das zu nehmen, was sie sind. Äußerst unangenehme Denkinhalte, die man überhaupt nicht denken möchte, die so völlig konträr zum Wesen der geplagten Menschen sind!
Man durchbricht den Kreislauf meist durch Kombination von stimmunsgaufhellender Medikation und Psychotherapie. Angstlösende Medis müssen manchmal auch sein.
Bei den Psychosen liegt eine komplette Abkehr von der Realität vor. Dann kann es im schlimmsten Fall zu Gewalttaten durch wahnhafte Zustände kommen.
Der Film "Vergeben, nicht vergessen, Dr. Bloch" zeigt eine Wochenbettpsychose. Da ist das sehr deutlich. Würde ich mir aber nur in stabilem Zustand anschauen.
Auch hier im Forum beschreiben Frauen so ähnliche Gedanken/Überzeugungen in ihren Psychosen.
Was aber auch nicht gleich bedeutet, dass bei Psychosen automatisch so etwas Schlimmes getan wird. Nein, auch bei psychotischen Frauen wäre das der Worst Case und nicht unbedingt zu erwarten. Die Gewaltbereitschaft ist leicht erhöht im Wahn. Sie ist überhaupt nicht immer gegeben und nicht extrem erhöht!
Diese Thematik ist unglaublich beängstigend, ja. Aber der wesentliche Unterschied ist und bleibt, dass bei Zwangsgedanken, egal wie verrückt sie werden (ich hatte immer auch zB Wörter im Kopf) die Realitätskontrolle intakt ist. Vielleicht kann sie sogar teilweise mal angeknackst sein, aber man bleibt letztendlich in der Realität.
Ich zB gehe in Panikzuständen immer durch im Kopf wie ich heiße, wie alt ich bin, Geburtsort, Beruf etc und sage mir innerlich, dass ich nicht Fall x,y oder z bin!
Das Ziel am Ende ist eben dann angstfrei auf die Gedanken zu reagieren. "Ah da ist wieder der Gedanke, ah interessant, den kenne ich", oder "der ist neu"! Man muss zum Beobachter der Gedanken werden. Man denkt Gedanken, aber man ist nicht seine Gedanken und man ist auch nicht Fall x, y oder z!
Ein wirklicher Wahn ist aber eben doch was Anderes.
Das Problem bei Zwangsgedanken ist eben leider, dass sie sich überall Schlupflöcher suchen. Alles kann zum neuen Trigger werden. Ich kenne das. Meine Gedanken konnten in den schlimmsten Phasen alles zusammenspinnen...
Das ist eben die Kehrseite von Kreativität und Feinfühligkeit.
Meine Gedanken dazu. Es ist sehr komplex. PPD ist einschneidend. Ich selbst habe aktuell eine Art Flashback, ausgelöst durch den Medienbericht...
Bei mir scheinen Hormone eine starke Rolle zu spielen (aber ja wahrscheinlich bei allen Frauen) und da ich in der Perimenopause zu sein scheine, werde ich eine HRT in Erwägung ziehen.
Einfach um mein empfindliches Nervensystem zu schützen. Ich habe lange gezögert hier nach so langer Zeit zu schreiben, denn auch das triggert mich natürlich.
Ich merke es direkt beim Schreiben!
Ich empfehle tatsächlich solche Sachen auch nicht mehr anzuschauen. Lest schöne Dinge, tut Euch was Gutes. Und zwar ganz bewusst !
Liebe Grüße,
Anne
ich bin tatsächlich vor langer Zeit mit schwerer PPD hier gewesen, teilweise war es vielleicht auch schon in Richtung PPP, jedenfalls die Angst war so extrem bei mir, dass mein Kopf auch richtig verrückt spielte. In der Therapie kamen meine vielen und massiven Kindheitstraumata zutage.
Meine Kinder sind jetzt beide volljährig. Ich arbeite Vollzeit. War mega lange völlig stabil.
Aber auch mich hat dieser Fall so derart getriggert, dass ich eine Krise erlebte. So schlimm, dass ich sogar Medikamente und Therapie wieder in Erwägung ziehen würde, sollte es so bleiben...
Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch einen Trauma- Trigger erlebt habe. Meine Kindheit war traumatisch, aber ebenso diese PPD Erfahrung inkl. der schrecklich belastenden Zwangsgedanken.
Was mich ebenfalls triggert ist, dass in den Kommentaren zu dem Fall die Zwangsgedanken an sich als gefährlich hingestellt werden, was eben nicht stimmt. Zwangsgedanken sind nicht gefährlich, aber sie sind extrem beängstigend, belastend und müssen durchbrochen werden. Zu sagen, sie seien an sich gefährlich ist völlig kontraproduktiv für die betroffene Person! Denn man muss lernen, die Gedanken als das zu nehmen, was sie sind. Äußerst unangenehme Denkinhalte, die man überhaupt nicht denken möchte, die so völlig konträr zum Wesen der geplagten Menschen sind!
Man durchbricht den Kreislauf meist durch Kombination von stimmunsgaufhellender Medikation und Psychotherapie. Angstlösende Medis müssen manchmal auch sein.
Bei den Psychosen liegt eine komplette Abkehr von der Realität vor. Dann kann es im schlimmsten Fall zu Gewalttaten durch wahnhafte Zustände kommen.
Der Film "Vergeben, nicht vergessen, Dr. Bloch" zeigt eine Wochenbettpsychose. Da ist das sehr deutlich. Würde ich mir aber nur in stabilem Zustand anschauen.
Auch hier im Forum beschreiben Frauen so ähnliche Gedanken/Überzeugungen in ihren Psychosen.
Was aber auch nicht gleich bedeutet, dass bei Psychosen automatisch so etwas Schlimmes getan wird. Nein, auch bei psychotischen Frauen wäre das der Worst Case und nicht unbedingt zu erwarten. Die Gewaltbereitschaft ist leicht erhöht im Wahn. Sie ist überhaupt nicht immer gegeben und nicht extrem erhöht!
Diese Thematik ist unglaublich beängstigend, ja. Aber der wesentliche Unterschied ist und bleibt, dass bei Zwangsgedanken, egal wie verrückt sie werden (ich hatte immer auch zB Wörter im Kopf) die Realitätskontrolle intakt ist. Vielleicht kann sie sogar teilweise mal angeknackst sein, aber man bleibt letztendlich in der Realität.
Ich zB gehe in Panikzuständen immer durch im Kopf wie ich heiße, wie alt ich bin, Geburtsort, Beruf etc und sage mir innerlich, dass ich nicht Fall x,y oder z bin!
Das Ziel am Ende ist eben dann angstfrei auf die Gedanken zu reagieren. "Ah da ist wieder der Gedanke, ah interessant, den kenne ich", oder "der ist neu"! Man muss zum Beobachter der Gedanken werden. Man denkt Gedanken, aber man ist nicht seine Gedanken und man ist auch nicht Fall x, y oder z!
Ein wirklicher Wahn ist aber eben doch was Anderes.
Das Problem bei Zwangsgedanken ist eben leider, dass sie sich überall Schlupflöcher suchen. Alles kann zum neuen Trigger werden. Ich kenne das. Meine Gedanken konnten in den schlimmsten Phasen alles zusammenspinnen...
Das ist eben die Kehrseite von Kreativität und Feinfühligkeit.
Meine Gedanken dazu. Es ist sehr komplex. PPD ist einschneidend. Ich selbst habe aktuell eine Art Flashback, ausgelöst durch den Medienbericht...
Bei mir scheinen Hormone eine starke Rolle zu spielen (aber ja wahrscheinlich bei allen Frauen) und da ich in der Perimenopause zu sein scheine, werde ich eine HRT in Erwägung ziehen.
Einfach um mein empfindliches Nervensystem zu schützen. Ich habe lange gezögert hier nach so langer Zeit zu schreiben, denn auch das triggert mich natürlich.
Ich merke es direkt beim Schreiben!
Ich empfehle tatsächlich solche Sachen auch nicht mehr anzuschauen. Lest schöne Dinge, tut Euch was Gutes. Und zwar ganz bewusst !
Liebe Grüße,
Anne
Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Hallo Anne!
Das hast du so toll geschrieben. Vielen Dank dafür. Ich muss sagen, dass ich mit dem Fall kaum beschäftigt habe, erst und nur einmal um mich wegen der Kommentare hier ein bisschen einzulesen.
Meine PPD mit Hauptsymptom Zwangsgedanken gegen mein Kind ist schon 21 Jahre her. Ich bin schon lange gesund und stabil mit einer Mini Dosis AD. Trotz der Zwangsgedanken hat mich das nicht getriggert. Denn ich weiß felsenfest, dass ZG nicht gefährlich sind und auch nicht ausgeführt werden. Oft werden da Dinge vermischt oder andere Gewaltphantasien als "Zwangsgedanken" betitelt, obwohl es gar keine sind. Und dann redet natürlich in den Kommentarspalten die halbe Welt mit, die null Ahnung aber viel "Meinung" haben.
Deswegen beschäftige ich mich nicht damit - unsere Ärzte und Therapeuten sind die richtigen Ansprechpersonen wenn jemand verunsichert ist oder Angst hat.
Das hast du so toll geschrieben. Vielen Dank dafür. Ich muss sagen, dass ich mit dem Fall kaum beschäftigt habe, erst und nur einmal um mich wegen der Kommentare hier ein bisschen einzulesen.
Meine PPD mit Hauptsymptom Zwangsgedanken gegen mein Kind ist schon 21 Jahre her. Ich bin schon lange gesund und stabil mit einer Mini Dosis AD. Trotz der Zwangsgedanken hat mich das nicht getriggert. Denn ich weiß felsenfest, dass ZG nicht gefährlich sind und auch nicht ausgeführt werden. Oft werden da Dinge vermischt oder andere Gewaltphantasien als "Zwangsgedanken" betitelt, obwohl es gar keine sind. Und dann redet natürlich in den Kommentarspalten die halbe Welt mit, die null Ahnung aber viel "Meinung" haben.
Deswegen beschäftige ich mich nicht damit - unsere Ärzte und Therapeuten sind die richtigen Ansprechpersonen wenn jemand verunsichert ist oder Angst hat.
Liebe Grüße von
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Marika
Diagnose:
schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Danke Anne für deinen Kommentar, du hast es auf den Punkt gebracht
Ich merke, dass ich diesesmal ganz anders mit meinen ZG umgehe(was sie natürlich nicht weniger erschreckend macht) aber ihnen irgendwie doch die Macht entzieht...ich denke mir immer:
Ich bin nicht das was ich denke, sondern diejenige, die zuhört....als sehr visueller Mensch hilft es mir auch mir bildlich vorzustellen wie ich den ZG wie als offenen Tab am PC in den Hintergrund schiebe und sag: hier kannst du bleiben, im Hintergrund
Ich werde hier mal nur sporadisch antworten, weil ich merke es tut mir gut wenn ich dem ganzen so wenig raum wie möglich gebe und am realen Leben teilhabe
Danke euch, ihr seid alle fantastisch
Ich merke, dass ich diesesmal ganz anders mit meinen ZG umgehe(was sie natürlich nicht weniger erschreckend macht) aber ihnen irgendwie doch die Macht entzieht...ich denke mir immer:
Ich bin nicht das was ich denke, sondern diejenige, die zuhört....als sehr visueller Mensch hilft es mir auch mir bildlich vorzustellen wie ich den ZG wie als offenen Tab am PC in den Hintergrund schiebe und sag: hier kannst du bleiben, im Hintergrund
Ich werde hier mal nur sporadisch antworten, weil ich merke es tut mir gut wenn ich dem ganzen so wenig raum wie möglich gebe und am realen Leben teilhabe
Danke euch, ihr seid alle fantastisch
Sehr traumatische Geburt meines 1. Sohnes Nov. 2021
Januar 2022 PPD/PTBS
Anfangs Mirtazapin, inzwischen abgesetzt
Vortioxetin abgesetzt
Duloxetin 60mg> runter auf 30
Carbolithium 150mg abgesetzt
Januar 26 kam mein 2.Kind, bisher immernoch stabil und gesund♡
Januar 2022 PPD/PTBS
Anfangs Mirtazapin, inzwischen abgesetzt
Vortioxetin abgesetzt
Duloxetin 60mg> runter auf 30
Carbolithium 150mg abgesetzt
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Re: Nach über 3 Jahren ein Tief
Ah und Alibo du hast es eh schon auf den Punkt gebracht: Ich habe mich ziemlich übernommen in letzter Zeit...war wieder ein bisschen arbeiten, als die Kleine erst 2 Monate war und zeichne nebenberuflich noch Monatlich einen Comic für ein OnlineMagazin....all das liebe ich, aber anscheinend(oder grade dann) kann man sich auch ünernehmen mit Dingen die einem gefallen
Sehr traumatische Geburt meines 1. Sohnes Nov. 2021
Januar 2022 PPD/PTBS
Anfangs Mirtazapin, inzwischen abgesetzt
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Januar 2022 PPD/PTBS
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