Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

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Margarita_1989!
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Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Wie geht's dir?
PerfectPeach
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Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von PerfectPeach »

hallo, vielen Dank euch allen für eure Beiträge undAntworten und dass ihr euch die Zeit nehmt ❤️🙏🏻 Ich habe auf Empfehlung meines Arztes nun mit Sertralin gestartet. Mein Arzt sagt, es handelt sich bei mir um eine Post Partale Depression und damit nicht um eine chronische Depression, sondern um eine depressive Episode, die wieder vorbeigehen wird. ich habe mit 25 mg Sertralin gestartet und sollte jede Woche um weitere 25 mg erhöhen. Zieldosis sind 100 mg. Die nehme ich jetzt seit zehn Tagen. Insgesamt muss ich sagen, dass es mir wirklich etwas besser geht und die letzten Wochen der Einschleichphase hatte ich nach Dosiserhöhung vielleicht einen Tag mit mehr Unruhe. Es ist insgesamt aber besser geworden und ich habe häufig 6-7,5 Stunden geschlafen und war abends auch nicht mehr so angespannt. Körperlichen Symptome waren nicht mehr da oder sehr schwach. Allerdings war es gestern Abend/Nacht leider wieder anderst. Ich habe mir sehr schwer getan einzuschlafen, mein Kopf war wieder sehr „wach“ trotz körperlicher Müdigkeit und ich bin leider auch, als ich endlich eingeschlafen bin, nach 5 Stunden wieder aufgewacht und konnte nicht mehr wirklich schlafen. Die letzten Wochen waren eher so, dass ich abends deutlich müde war, leichter in den Schlaf gefunden habe und wenn ich wach geworden bin (auch durch mein Baby) konnte ich danach meist wieder ein bis 2 Stunden schlafen. Jetzt bin ich natürlich total verunsichert. Die letzten Wochen haben wir sehr viel Zuversicht gegeben und natürlich auch wieder mehr körperliche Erholung und jetzt habe ich Angst, dass das Quetiapin vielleicht nicht mehr wirkt oder das Sertralin mir nicht hilft und die gute Phase wieder vorbei ist. Natürlich versuche ich mir rational zu erklären, dass eine schlechte Nacht nichts aussagt, aber ich bin trotzdem sehr verunsichert. Denn eigentlich sollte das das Sertralin nach 10 Tageb auf der Zieldosis ja erst wirklich so langsam anfangen, zu wirken? Ich hatte gedacht, dass es ab jetzt, wo der Einschleichprozess vorbei ist, stetig noch besser wird. Diese Nacht hat mich wieder sehr verunsichert und ich habe Angst, dass das Sertralin mir nicht helfen wird und die schlechten Nächte jetzt wieder von vorne losgehen… war davor so zuversichtlich, da es besser wurde 😥
alibo79
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Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von alibo79 »

Hallo und guten Abend
Wie du bestimmt hier schon ganz oft gelesen hast wechseln sich im Laufe der Genesung gute Phasen mit schlechten Phasen ab. Ein stetig ansteigender Verlauf also eine kontinuierliche Verbesserung ist eigentlich ein ganz seltener Fall bei Depressionen. In der Regel gibt es Phasen, in denen es besser läuft man sich stabiler fühlt und dann kann wieder eine Phase kommen in der es alles schwieriger ist. Wo alt bekannte Symptome auftreten, Wie schlechter Schlaf unRuhe negative Gedanken sorgen, Ängste antriebsstörungen und so weiter. Das heißt aber nicht, dass es so bleibt. Meist dauern diese Phasen dann ein paar Tage und danach löst sich dieses tief wieder auf und es geht wieder bergauf. Im Laufe der Genesung ist es so, dass die guten Phasen immer länger werden, Immer besser und die schlechten Phasen werden langsam seltener und auch die Intensität ist oft dann nicht mehr ganz so tief. Trotzdem kann es auch immer mal sein, dass du ein Tief hast was sich noch mal richtig schlimm anfühlt und wo du denkst, dass du wieder ganz am Anfang bist. Das ist natürlich extrem gemein und auch verunsichernd. Aber auch das ist im Rahmen dieser Erkrankung normal und das heißt nicht, dass jetzt alles wieder von vorne beginnt und du nicht wieder gesund wirst oder z.b die Medikamente nicht wirken. Gerade in diesen Phasen, in denen es dir nicht gut geht, ist es wichtig, genau auf sich zu achten. Gut für sich zu sorgen und Dinge zu machen, die einem gut tun. Und in den Phasen dazwischen, in denen man sich wieder stabil fühlt, nicht übermütig zu werden und sich mit ganz vielen Dingen gleichzeitig zu belasten, weil man denkt, jetzt ist alles gut. Denn das kann dann schnell wieder zu einem tief führen, weil die Summe der Belastungen dann doch zu groß ist.
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Margarita_1989!
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Re: Hilfe - könnt ihr mir Mut machen?

Beitrag von Margarita_1989! »

Hallo zusammen in die Runde,

ich wollte mal von mir hören lassen. Liebe Peach, ach ja, das mit den Wellen kenne ich doch auch nur zu gut. Einfach nur hundsgemein, aber du wirst sehen, dass es mit jedem Tief wieder ein Stück bergauf geht. Ich habe jetzt tatsächlich begonnen zu arbeiten und die erste Woche hinter mich gebracht gehabt. Es lief besser als gedacht und es erfüllt mich einfach. Am Wochenende hat mich dann aber ein krasses Tief erwischt, weil ich jeden Tag anwesend sein musste und es doch noch wahrscheinlich etwas viel für mich ist. fr und SA dachte ich, tja zu früh gefreut...und Sonntag Zack war ich wieder ein Stück mehr ,,hergestellt,,. Und jetzt ist es so, dass wenn ich in den Spiegel gucke, doch langsam wieder ein kleines bisschen mein Ich erkenne. Und auch Tags habe ich das Gefühl, hey da war wieder ich und dann Zack ist das Gehirn wieder müde und die depressive Phase ist wieder da. Also ich habe das sogar am Tag dass es mal kurz besser dann wieder kurz schlechter ist. Also echt seltsam, aber insgesamt stimmt die Richtung würde ich sagen und es wird immer ,,normaler,,. Mich hat nur vorgestern dann übel eine Magen Darm Grippe erwischt! Also so krass dass ich mich die gesamte Nacht übergeben musste und sogar kurz ohnmächtig geworden bin. Meine Mutter war so besorgt, dass sie darauf bestand, den Rettungswagen zu rufen. Dort gab man jedoch Entwarnung, dass die Laborwerte alle okay waren. Ich wurde zu meinen Vorerkrankungen befragt, ich nannte die Wochenbettdepression, von der ich mich noch erhole. Da war so eine unsensibke Krankenschwester, die zu mir meinte, ja, das ist eine lebenslange Krankheit und mit der muss man lernen zu leben. Das stimmt doch nicht oder? Ich habe Felsenfest den Willen wieder ganz gesund zu werden. Ich Versuche weiterhin auf mich zu achten und bin auch endlich wieder mal gerne alleine Zuhause und fühle mich wohl. Noch vor einer Zeit konnte ich nicht alleine sein. Diese doofe Magen Darm Grippe hat mich jetzt wieder aus dem Ruder geworfen, aber auch das schaffe ich! Ich habe auch manchmal noch Nächte, in denen ich nicht gut schlafe, aber die belasten mich nicht mehr so. Aber dass ich einfach gar nicht mehr schlafen, also wie erstarrt bin, sowas gibt es nicht mehr. Iwann penn ich schon ein und sogar immer wieder ein Nickerchen mittags. Ich drücke euch
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