Infos bezüglich Schilddrüsenunterfunktion

Austausch persönlicher Erfahrung mit der Depression/Psychose vor und nach der Geburt

Moderator: Moderatoren

00julchen

Beitrag von 00julchen »

Hi zusammen,

nach langen 2 Monaten und dem 3. Endokrinologen habe ich endlich die Diagnose "Schilddrüsenunterfunktion" bekommen.

Der Endokrinologe hat mir diese Woche per Telefon endlich bestätigt, daß ich an einer Unterfunktion leide (meine Werte sind halt nur knapp über der Norm, weshalb viele Ärzte sie als nicht behandlungsnotwendig ansehen) und er mir ein Rezept zuschickt und einen Befund an meine Hausärztin zur Weiterbehandlung! ))))))))))))).

Ich kann also endlich anfangen die Schilddrüsenhormone zu nehmen und hoffe, daß es damit dann aufwärts geht. Mein 3. Absetzversuch meines ADs ist nämlich vor ein paar Tagen mal wieder gescheitert, obwohl ich wirklich nur minimalst reduziert hatte. Ich kann wahrscheinlich nur dann absetzen, wenn ich stabil bin, was ich unter den Hormonen hoffenltich irgendwann sein werde.

Daher bitte ich euch alle noch mal eindringlichst auf jeden Fall eure SD-Werte checken zu lassen und falls ihr euch unsicher seit eure Werte in die folgenden Foren zu stellen bzw euch dort zu informieren. Dort habe ich sehr viel Zuspruch und Hilfe erhalten habe, so daß ich trotz mehrere Meinungen gegen ein Mitwirken der SD an meiner PPD weitergesucht habe und die Hoffnung nie aufgab.

http://schilddrueseundpsyche.siteboard.de/
http://www.ht-mb.de/forum/
http://www.schilddruesenforum.de/
http://www.schilddruesenselbsthilfe.de/forum/
Carlotta

Beitrag von Carlotta »

Fast klingt es so, als seiest Du froh, ENDLICH eine "echte" Krankheit zu haben. Du hast die sogar die Hoffnung nicht aufgegeben, dass mit deiner SD was nicht stimmen könnte - normalerweise hofft man ja, das man nix hat.
Ich hoffe nur, dass du dir nicht zuviel von den SD-Medis erhoffst, also denkst, mit denen würde "alles" verschwinden, an Sorgen und Ängsten.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Hi Charlotta,

natürlich bin ich froh darüber endlich eine Diagnose zu haben! Ich habe in den letzten 1,5 Jahren genug durchgemacht und nix hat so richtig geholfen: 5-monatiger stationärer Klinikaufenthalt, verschiedene ADs, 2 ambulante Therapien, Bücher zum Thema lesen, austauschen hier im Forum... zum Schluss waren selbst die Therapeuten am Ende mit ihrem Latein und meinten, daß es mir eigentlich schon längst viel besser bwz gut gehen müsse. Außerdem gab es so einige Sympthome, die einfach nicht zum Bild PPD gepasst haben, ständige Müdigkeit (egal welches Medi und egal welche Stimmung), extreme Gewichtszunahme (über 30 kg und die kommen bestimmt nicht nur vom Essen).

Ich setze einige Hoffnung in die Medis weil ich mittlerweile ca 8 Frauen kennen, die ähnliches durchgemacht haben und bei denen die Hormone die Rettung waren (natürlich spielt ne psychische Komponenten da auch rein, keine Frage). Es kommt auch nicht von ungefähr, wenn dir kein Medi und keine Therapie richtig helfen können und du das Gefühl hast, dein komplettes Gefühlsleben schon zum xten Mal ausgeschüttet zu haben, alle Instrumente zur Hand zu haben, aber dennoch ändert sich nix.

Eigentlich habe ich alles was ich mir nie zu wünschen gewagt hätte: einen lieben Mann, eine süße Tochter, liebe Freunde, die Aussicht auf den Job, den ich schon immer wollte und ein eigenes Häuschen. Dennoch gibt es diese ständigen Schwankungen, für die es in den meisten Fällen einfach keinen Grund gibt. Wie viele Frauen wissen irgendwann warum, sie solche Schwankungen haben und dann gehts ihnen von Tag zu Tag beser... ich finde diese Gründe bei mir nicht. Was mir aber aufgefallen ist, daß ich während solcher Schwankungen aus vielen Mücken einen Elefanten mache (ist mir bei meinen letzten Beiträgen aufgefallen). Sobald es mir besser geht, sehe ich das alles wieder relaxter und frage mich, was mit mir loswar.
Carlotta

Beitrag von Carlotta »

Also, ich habe auch 2 Jahre gebraucht, um da hin zu kommen, wo ich jetzt bin. Und habe - trotzdem es mir besser ging - jetzt noch mal eine neue Thera angefangen, nach einer VT, die auch 2 Jahre lief. Wieso konntest du in 1.5 Jahren 2 Therapien machen, also ich meine, die laufen ja eigentlich länger?
Wenn ich ehrlich bin, finde ich 1,5 Jahre noch nicht sooo extrem lange.
Okay, mit deinen anderen Symptomen wie Müdigkeit und Gewichtszunahme (nicht vom AD?) kenne ich mich nicht so aus.
Ich würde es Dir ja auch "wünschen", dass es mit den Hormonen besser geht. Allerdings, wenn Du schreibst, andere Frauen haben daduch ihre "Rettung" erfahren: wieso denkst du dann, das würde für dich auch gelten?
Jeder hat da einen anderen Weg. Ich kenne auch viele, die dies und das gegen ihre Angst gemacht haben und mir hat es nix geholfen.
Ja, komisch: jetzt schreibst du, du hättest Aussicht auf einen Job, den du immer willst, während du in einem anderen thread ganz anders darüber geschrieben hast, von wegen, da willst du nicht mehr hin oder so ähnlich. Genauso wie mit deiner Tochter; heute ist sie süß, morgen wieder in ihrer Entwicklung hinterher. Das sind für mich zb Dinge, die ein Hormon nicht in den Griff kriegen kann, sondern die du für dich auf der psychischen Ebene klären solltest.
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Meine 2 Therapien laufen immernoch, eine davon muss ich selbst bezahlen. Ich finde 1,5 Jahre bzw. eigentlich sinds ja schon 1,3/4 Jahre schon ne lange Zeit. Und dafür, daß ich mich in der gesamten Zeit nie wirklich gut gefühlt habe, geschweige denn nen großartigen Aufwärtstrend feststellen konnte, sowieso. Ich habe noch Kontakt zu 2 anderen Frauen aus der Klinik und eine davon, der es viel schlechter als mir ging, ist seit Sommer beschwerdefrei und konnte die Medis (hat 3 Stück genommen) absetzen. Das hat mich stutzig gemacht und auch ein paar andere Erfahrungen, z.B. habe ich, als ich von der Klinik wieder zuhause war, 4 Monaten in dem jetzigen Zustand ausgehalten, weil alle zu mir sagten "ach, das wird besser".. aber es wurde nicht besser und ich habe gemerkt/gefühlt, daß da mehr sein muss als nur die PPD, was meinen Zustand verursacht, sonst hätte es mir schon besser gehen müssen.

Gegenfrage: warum sollte ich auf der Stelle treten und weiterhin auf der Diagnose PPD beharren und alles so weitermachen wie gehabt.. obwohl sich nix ändert und es mir einfach nicht besser geht? By the way:ICH wurde darauf angesprochen, daß es sich bei meinen Sympthomen um ne Unterfunktion handeln könnte. Als ich mich dann mit dem Thema auseinandergesetzt habe, habe ich mich endlich wiedererkennen können. Nicht alle Frauen, die nach der Geburt an psychischen Sympthomen leiden, haben auch wirklich ne PPD, ein bestimmter Prozentsatz leidet an einem Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone. Leider untersuchen die Ärzte das in den wenigsten Fällen und drücken einem gleich den Stempel "PPD" auf und entlassen einem mit dem Rezept für ein AD.

Erstmal richtig lesen: ich hatte geschrieben, daß ich in meinen jetztigen Job nicht mehr zurückwill, aber für 2010 die Aussicht habe mich selbständig zu machen. Es ging mir lediglich darum, was ich in der Zwischenzeit mache, bzw ob ich in meinen Job überhaupt zurückkehren kann/will.
Meine Tochter: schließt sich süß und in der Entwicklung hinterher irgendwie aus? Ich mache mir viele Gedanken, was ich auch früher schon getan habe, habe das machen "gesunde" Mütter wohl auch bzw. ich kenne so einige, die genauso denken wie ich. Ich finde es normal und nix schlimm daran, solche Zweifel auch mal auszusprechen.
Blancanieves

Beitrag von Blancanieves »

Hallo Baby!

Schön, dass du das Schilddrüsenhormon bekommen hast..!

Fange wie gesagt, mit wenig an!!! das ist sehr wichtig..dann langsam steigern...dein Befinden ist der Schlüssel..die Werte auch, aber wichtiger sind die Symptome..

Ich habe jetzt noch einen netten Arzt gefunden..(in meiner Nähe) der weiß bescheid..und wird mich weiterhin mit der Therapie begleiten..und der ist nich privat..na mal Glück gehabt..dein ist privat nicht wahr?

Trotzdem werde ich im Januar zu meinen anderen Doc. gehen(der bei mir die Unterfunktion und Knoten gefunden hat) Ich muss mit ihm schnacken..und mich persönlich bedanken...Ich freue mich schon sehr darauf..

Liebe Julchen: es kann sein, dass du mit der Einstellung lange brauchen wirst..also nochmal Geduld haben.. :?
Bei der lieben Bellami hat es auch lange gedauert..ihr geht es jetzt viel besser...sie meldet sich deswegen auch nicht mehr... :(
Ich bin immer noch dabei meine Dosis zu finden...mein Doc sagte: der TSH Wohlfühlwert ist 1,0..Auch noch bei Kinderwunsch!
mein TSH war letztes Mal bei 1,89...

Wenn du Antidepressiva noch nimmst..würde ich diese absetzen..nur so kannst du feststellen, ob das L-Thyroxin dir hilft oder nicht...das habe ich auch gemacht (habe die Aminosäuren abgesetzt)
Na ja nur wenn es geht...viele haben Angst die ADs abzusetzen..was ich auch verstehe..

Liebe Julchen: ich wünsche dir viel Glück! und halte uns bitte auf dem Laufenden..!!!!

Magst du es in den anderen Foren auch erzählen? dort kannst du uns über den Besuch bei dem Doc erzählen..das ist für viele sehr wichtig!
00julchen

Beitrag von 00julchen »

Hi Blanca,
jut :-), schreibe nen Beitrag im anderen Forum. Schau mal rein!
00julchen

Beitrag von 00julchen »

.. also in dem Forum von Franny...
annu

Beitrag von annu »

wer ist franny?
bin auch immer noch ehr interessiert am schilddrüsen- &hormonkrempel. hab meinen sd-termin in 2wochen.
Lina191106

Beitrag von Lina191106 »

Hallo Julchen,
Du hast hier wohl ein bißchen zuviel Wind gemacht. Es kann sein, dass eine Schilddrüsenunterfunktion Symptome einer Depression imitiert. Du hast hier aber mit Deinen "tausend Laborwerten" nur unbegründete Hoffnungen zerstört. Unverantwortlich! Und dann noch die Aussage, Hausärzte würden sich nicht auskennen... :x Dann hast Du vielleicht den Falschen. Die Endokrinologen werden sich freuen, wenn alle Depressiven mit Deiner Liste vor der Tür stehen. Vollkommen überzogen.
Vernünftig wäre, mit seinem Hausarzt zu sprechen, TSH, Ft3, fT4 (Schilddrüsenhormone) bestimmen zu lassen und die Schilddrüse sonografieren zu lassen. Erst wenn etwas aufällig wäre, würde ich weitergehen.
Man könnte auch wie Du sagst ein BB, Eisen und Ferritin (Speichereisen) bestimmen lassen, dann gehört aber auch Transferrin (Transportmittel für Eisen) dazu. Bei Deinen unqualifizierten Aussagen, stellen sich mir die nackenhaare auf.
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