Escitalopram wirkt nicht mehr

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Jessi2901
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Hallo Marika 🙂
Ja das kann ich verstehen das er nicht so dein Fall ist, meiner bei vielen Themen auch nicht :-) Aber das mit diesem Glycinat ist mir einfach im Kopf geblieben.
Vielleicht geht es mir ja auch durch die Erhöhung vom Escitalopram besser, heute ist der 9 Tag seid erhöhen.
Außerdem ist meine Periode heute eingetroffen, viel früher als erwartet. Bin bald 44 und so froh wenn ich dieses Thema einmal durchhabe 🙏🏻
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Marika
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Marika »

Hallöchen!

ja das ist wirklich spannend mit dem Glycinat, schon toll was man hier im Forum alles erfährt, auch wenn man schon ewig dabei ist! :D

Es könnte auch ein bisschen die Periode sein, manche haben ja vor dem Eintreffen dieser ein Tief. Jetzt schon 9 Tage Escitalopram kann sich auch bemerkbar machen, dann das Magnesium... ein Rundumpaket - so zu sagen! :wink: Ich habe meine Periode tatsächlich jetzt mit 52 "erledigt". Seit mehr als einem Jahr keine Blutung mehr, dann sollte es wohl so bleiben. :wink: Ich fühle mich großartig - ganz im Gegensatz zu dem was es oft für Beschwerden gibt. Außer vor 2 Jahren mal eine Zeitlang Hitzewallungen war nichts. Und heute merke ich erst, wie sehr ich all die Jahre unter dem ständigen Hormonwechsel gestanden bin. Mir gehts jetzt wirklich richtig gut!

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass es dir besser geht und drück fest die Daumen, dass es so bleibt! :D
Liebe Grüße von
Marika

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schwere PPD 2005
heute völlig beschwerdefrei mit 10 mg Cipralex
alibo79
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von alibo79 »

Hey, ich melde mich auch kurz wegen dem Magnesium. Ich nehme auch schon lange ziemlich regelmäßig abends Magnesium, vor allem an stressigen Tagen.
Ich variere den Hersteller und schaue auch gerne auf eine Kombination verschiedener Magnesium Typen. Das hat man mir in der Apotheke empfohlen. Ich werde da noch mal genauer drauf schauen und mich schlau machen. Ich habe meistens Citrat, was als organisches Magnesium auch besser verfügbar sein soll.
Übrigens ich werde dieses Jahr 47 und bisher kommt meine Regel so regelmäßig wie ein Schweizer Uhrwerk.
Seit einem Jahr habe ich viel mehr Protein und vor allem Soja gegessen und das hat glaube ich meinen Zyklus nochmal ziemlich stabilisiert. Ob ich das jetzt gut finde, tja, ich glaube es auf jeden Fall ein Zeichen, dass der Körper Recht gesund ist 😉😉
2014 schwere PPD mit Ängsten, 6 Monate Tagesklinik
2015- 2019 mirtazapin, erst 45mg ab 2017 langsam reduziert
Zwischendurch versuch mit citalopram, nach 2 Monaten abgesetzt, da starke Verschlimmerung der Depression
Anfang 2021 erneut schwere Depression wieder 45 mg mirtazapin zusätzlich noch quetiapin 150mg
Über Jahre zusätzlich noch psychotherapeutische Behandlung
Mammsie
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Mammsie »

Hallo,
Wie bereits gesagt wurde, hat das Escitalopram nicht seine Wirkung verloren.
Ich habe aber auch noch bie gehört, dass eine Depression aufgrund ausschließlicher Medikamenteneinnahme "abheilt". Es ist meist eine multifaktorielle Krankheit, das heißt zu den Abläufen im Gehirn kommen auch äußere Faktoren, die sich auf den Verlauf auswirken. Wenn man die nicht konsequent mit behandelt, ist es kein Wunder, dass es Rückfälle gibt. Das mit dem Stress führt sicher zu einer erneuten depressiven Phase.

Gut ist aber, dass die Erhöhung des Escitaloprams nun anschlägt und es immer wieder gute Tage gibt, d.h. diese gesunden, glücklichen Anteile sind ja da und die waren auch nie weg und werden wieder stärker werden. Nur nicht aufgeben!
Jessi2901
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Hallo ihr lieben 🙂

Mir geht es wieder viel besser 🙏🏻 vor allem das Morgentief kam bis jetzt nicht wieder, darüber bin ich am meisten dankbar…
Komplett verschwunden ist die Depression aber noch nicht, das habe ich heute erst wieder gemerkt. Vormittags bin ich mit meinen Kindern und meiner Mutter in ein Einkaufszentrum gefahren um für meinen kleinen Sohn ein Faschingskostüm zu besorgen. Als wir wieder zuhause waren und ich zur Ruhe kam durchzuckte mich direkt ein total unangenehmer Unruheschub :( hatte gleich wieder Angst das es jetzt wieder von vorne losgeht, was aber nicht passiert ist.
Ich brauche aktuell einfach noch wahnsinnig viel Ruhe und Schlaf und wenn nicht gerade wieder der KiGa ausfällt wie heute verschlaf ich eigentlich den ganzen Vormittag.
Nehme die 20 mg jetzt ungefähr 2 Wochen und ich hoffe da tut sich noch ein bisschen was 🙏🏻
Auf der Warteliste für eine Psychotherapie stehe ich ja bereits, wie lange es dauern wird weiß ich aber nicht. Hab mal überlegt wie lange meine erste Therapie her ist, müssten jetzt ca 7 Jahre sein. Meine Depressionen sind ja zum Großteil genetisch bedingt, frage mich deshalb auch ob es wirklich wieder Sinn macht eine Therapie zu machen? Mein Gehirnstoffwechsel funktioniert einfach von Grund auf nicht so gut wie bei anderen Menschen, zumindest hat mir das mein damaliger Psychiater so erklärt.
Was mir auch tatsächlich immer wieder zu schaffen macht ist das ich jetzt die offizielle Höchstdosis nehme, ich war immer so froh mit 15 mg auszukommen und 5 mg immer als so eine Art Sicherheitsnetz zum erhöhen habe.
Für mich steht fest das ich die 20mg dieses Jahr nehme und dann nächstes Jahr im Frühjahr versuche wieder ganz langsam auf 15 mg zu reduzieren, ich hoffe es klappt.

Im Moment wird mir auch wahnsinnig viel von meiner Mutter geholfen, ich bin unendlich dankbar sie zu haben ♥️ sie wohnt ja bei uns mit im Haus, hat aber ihre eigene Wohnung. Mein Mann nimmt jetzt jeden Freitag Nachmittag die Kinder mit zu seinen Eltern, somit hab ich diesen Nachmittag nur für mich und es tut mir so wahnsinnig gut.

Danke für eure lieben Nachrichten, dieses Forum ist ein absoluter Segen 🫶🏻
alibo79
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von alibo79 »

Hallo Jessi,
schön, dass es dir wieder besser geht und dass morgen tief langsam zurückgeht.
Ich wollte dir erzählen, dass auch wir in unserer Familie viele psychische Erkrankungen haben und ich mit Sicherheit auch eine starke genetische prädisposition in mir trage. Meine Geschwister haben alle schon Depressionen Angst Erkrankungen oder Essstörung etc. Hinter sich. Meine Eltern sind beide schon an Depressionen erkrankt und im weiteren Verwandten Kreis gibt es auch psychische leiden. Ich denke, dass bei mir dadurch auch viel zusammenkommt. Einmal die genetische Komponente und zusätzlich auch familiäre Geschichten, die in unser Leben so reinspielen, wie das halt eben manchmal so ist.
Ich würde trotzdem sagen, dass wir alle ein Leben führen können, was gut ist. Mit seinen Höhen und Tiefen, mit Momenten, die uns herausfordern vielleicht mehr als andere Menschen. Und natürlich auch eine große Portion an Sensibilität und dünner Haut, die uns empfänglich für Stress machen. Ich selber nehme ja nun auch schon fünf Jahre die höchste Dosis Mirtazapin und bisher läuft es damit soweit ganz gut. Neulich wurde direkt noch mal Blut genommen. Die Blutwerte waren gut. Der blutspiegel der Medikamente war in Ordnung und ich denke wir werden es erstmal weiter dabei belassen. Ich habe meinen Arzt auch danach gefragt was wir machen wenn ich doch mehr Medikamente brauche und er sagte mir das ist dafür ganz viele Lösungen und Möglichkeiten gibt und ich mir keine Sorgen machen soll. Ich habe selber viele Jahre Therapie hinter mir und habe schon sehr viel über mich gelernt und konnte Dinge umsetzen und ich denke das hat dazu beigetragen, dass es mir heute so gut geht und ich mit meinem Alltag zurechtkomme. Ich musste lernen Verantwortung abzugeben. Kontrolle abzugeben. Perfektionismus loszulassen und wie wichtig Pausen im Alltag sind. Meine erste schwere Episode ist jetzt über 11 Jahre her und durch das Forum habe ich weiterhin immer noch dazu lernen können und immer wieder mich reflektiert und gelernt für mich zu sorgen.
Wenn du aktuell mehr Pausen brauchst, ist das völlig in Ordnung. Das ist bei mir genauso, wenn ich Stress hinter mir habe, dass ich dann eine Phase bekomme, wo ich mehr Ruhe brauche. Weniger ansprechbarkeit und mich auch ein wenig zurückziehen muss vom lauten Alltag. Es ist gut, dass du das merkst und dass du das deinem Körper jetzt auch gibst.
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Jessi2901
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Guten Morgen ihr Lieben 🫶🏻
Wollte euch mal ein positives update von mir geben 🙂 mir geht es wieder gut und ich glaube die Depression ist ausgestanden 🙏🏻 es sind jetzt ca 4 Wochen seit ich mein Escitalopram erhöht habe und ich habe letzte Woche nochmal eine deutliche positive Wirkung bemerkt.
Ich habe aber auch einiges geändert so weit das mit kleinen Kindern eben möglich ist.
Ich lese gerade das Buch, hochsensibel Mama sein, und es ist als schreibt sie da von mir. Durch meine erste Verhaltenstherapie weiß ich das ich eben auch hochsensibel bin und schon immer war, darauf muss ich einfach mehr Rücksicht nehmen, das Buch hilft mir da gerade sehr.
Generell lese ich wieder viel mehr (Bücher), Social Media hab ich komplett gestrichen denn es tut mir nicht gut und überreizt mich zusätzlich. Ich lese hier im Forum immer wieder aber mir ist in den letzten Wochen so richtig bewusst geworden wie schnell und wie lange man sich zb bei Instagram verliert. Diese Zeit nutze ich jetzt ganz bewusst um zur Ruhe zu kommen, zum meditieren oder für meine Atemübungen und es tut soooo gut!
Die Verhaltenstherapie möchte ich auf alle Fälle machen, war mir zwischendurch ja nicht sicher ob ich das wirklich brauche oder nicht. Es gibt aber ein paar Zukunftsängste die doch immer wieder hochkommen, wie zb das nächstes Jahr unsere Tochter eingeschult wird, mir macht das jetzt schon wahnsinnige Angst 🙁 für mich fühlt sich das an als würde ich meine eigene Schulzeit nochmal erleben müssen… als hochsensibles und introvertiertes Kind war diese Zeit für mich nämlich nicht einfach 🙄 meine Tochter ist da zum Glück ganz anderes aber es triggert dich irgendwie die eigene Vergangenheit. Ich glaube da ist es gut wenn ich weiß ich habe da etwas psychologische Unterstützung.
Müsste jetzt noch ein EKG machen, aber das schieb ich tatsächlich noch vor mir her, hab einfach Angst das vielleicht etwas nicht stimmt und ich dann wieder reduzieren muss 😐
Mein Psychiater meinte zwar schon das es nicht so schlimm wäre wenn die QT Zeit verlängert wäre und in den USA dieser Hinweis im Beipackzettel schon garnicht mehr drin steht, aber ich hab da trotzdem etwas Angst.
Gibt es hier jemanden der trotz QT Zeit Verlängerung bei seinem Medikament und der Dosierung geblieben ist?

Nochmal tausend Dank allen die mir hier immer geschrieben haben ♥️ das hilft einem so sehr ♥️ Ich fühle mich nirgendwo so verstanden wie bei euch hier, Danke ♥️
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Marika
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Marika »

Hallo Jessi!

Wie schön so gute Nachrichten von dir zu lesen! Ganz toll die Maßnahmen, die du für dich gesetzt hast!

Vieles deckt sich mit meinen Erfahrungen: ich war und bin ebenfalls introvertiert und hochsensibel, habe ebenfalls Bücher darüber gelesen und das hat mir unglaublich geholfen. Heute weiß ich sehr gut, wie ich mit diesen meinen Eigenschaften umgehen muss und ich habe sie lieben gelernt. Gerade vor kurzem habe ich mich z.b. von Instagram verabschiedet, ich war ebenfalls überreizt und habe mich endlos verkopft. Ich glaube gerade wir Introvertierten und Hochsensiblen profitieren von weniger solchen Plattformen.

Deine Sorgen über die Einschulung kann ich verstehen, aber wie du selber sagst, hat deine Tochter auch andere und eigene Anlagen und geht ihren individuellen Weg. Du wirst sehen, das meistert ihr ganz toll!

Ich nehme schon sehr lange Escitalopram und mein QT Intervall war immer normal.❤️
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Margarita_1989! »

Jaja, der Spitzbart.... Mit dem hab ich sogar privat geschrieben. Er hat wegen mir das Video veröffentlicht, wobei es darum geht, wie wichtig Eiweiß ist in der SS. Naja, helfen konnte er mir auch nicht. Aber ja, das Magnesium Glycinat nehme ich auch abends. Schaden tut es sicher nicht, 600 mg. GlG
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Hallo ihr lieben 🫶🏻
Jetzt ist ja schon wieder einige Zeit vergangen nachdem es mir Anfang des Jahres wieder richtig schlimm ging 🙄
Aber seit dem erhöhen geht es mir wirklich bestens! Kein Tief mehr, keine Ängste und vor allem auch keine Unruhezustände mehr 🙏🏻 Ich hab wieder deutlich mehr Energie, bin belastbarer und verfalle nicht mehr so schnell in extremen Stress 👍🏻

Allerdings beschäftigt mich seit einigen Wochen ein anderes Thema… Ich hatte zuletzt zwei sehr kurze Zyklen (22 und 21 Tage) hintereinander und seitdem hab ich einfach überhaupt keine Periode mehr 😐 schwanger bin ich aber zu 100% nicht. Bin 44 und ich vermute das ich einfach in der Perimenopause angekommen bin, für mich wäre das auch überhaupt nicht schlimm, ich bin für diesen Abschnitt wirklich bereit! Bei meiner Frauenärztin war ich bisher aber noch nicht, einen Termin in dieser Praxis zu bekommen ist fast noch schlimmer als bei einem Psychiater 🙄

Heute meinte mein Mann ob es vielleicht auch an der Erhöhung von meinem Escitalopram liegen könnte? Ich hatte diesen Gedanken auch schon mal kurz im Kopf aber hab dann nicht weiter darüber nachgedacht…
Jetzt frag ich mich aber doch ob das der Grund sein könnte? Ich hatte in all den Jahren als ich 15 mg genommen habe nie irgendwelche Zyklusstörungen, wenn dann müsste es an der Erhöhung liegen?

Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen damit?
Achja, kurze Hitzewallungen sind auch seid kurzem am Start 😄 spricht ja dann doch eher für die Perimenopause oder?

Liebe Grüße von mir an Euch alle 🫶🏻
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Marika »

Hallo!

Ich tippe eher auf die Perimenopause. Es kann zwar unter AD auch zu Zyklosstörungen und Hitzewallungen kommen, ich hatte das aber z.b. unter Escitalopram nie, auch nicht in sehr hoher Dosis. Muss aber natürlich nix heißen, kann ja bei jedem anders sein. Mit 44 können da schon die Wechseljahre anklopfen.

Wieviel mg nimmst du jetzt, 20 denke ich? Ich hatte damals sogar 30 mg, Zyklus Auffälligkeiten hatte ich aber auch da nicht! ❤️
Liebe Grüße von
Marika

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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Hallo ihr lieben 🫶🏻
Tja da bin ich wieder… ich bring es gleich auf den Punkt, mir gehts beschissen 😔 es fing schon vor ein paar Tagen an das ich mich irgendwie seltsam fühlte, eigentlich so wie anfangs des Jahres wo ich kurz darauf in meine letzte Depression gefallen bin. Hab dann ja auf 20 mg erhöht und mir ging es jetzt super gut! Zusätzlich hatte ich ja jetzt 3 Monate meine Periode nicht und ich hab mich so wunderbar ausgeglichen und voller Kraft gefühlt.
Vor ca 2 Wochen hab ich dann doch wieder meine Periode bekommen und schon geht’s mir wieder nicht so gut. Hatte heute den ganzen Tag Angst das es jetzt wieder von vorne losgeht und zack war diese schreckliche Unruhe, Übelkeit Angst wieder da.
Was mir jetzt aber auffällt ist das ich die letzten Monate/Wochen wirklich viel Energie hatte und deshalb auch vieles „geleistet“ habe, hat mir aber nichts ausgemacht, im Gegenteil, ich hab mich gut dabei gefühlt 👍🏻
Jetzt frag ich mich halt ob es doch zu viel war? Ich kenne das nämlich aus früheren Phasen das ich wenn ich viel um die Ohren hatte danach ne Phase kam der totalen Erschöpfung inkl. Depression. So war es bei der letzten Phase ja auch.
Vielleicht liegt es aber doch an den Hormonen? Ich hab das alles sowas von satt, mir ging es doch so gut!
Ich habe jetzt schon Angst vor morgen früh ob dann das furchtbare Morgentief wieder auf mich wartet…
Was meint ihr, könnte das wieder ein Rückfall sein? Oder doch nur eine Schlechte Phase? Ich hab so Angst… ich nehme ja jetzt schon 20 mg Escitalopram…

Liebe Grüße ♥️
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Marika »

Hallo Jessi!

Hey Liebes, wie geht es dir denn heute Morgen?

Es tut mir sehr leid, dass es dir gerade nicht gut geht, besonders nach so einer tollen Phase. Es hört sich schon sehr danach an, als würden die Hormone da kräftig mit hineinspielen. Diese Phasen der Wechseljahre (du schreibst ja du bist wahrscheinlich in der Perimenopause) können sich sehr negativ auf den Gehirnstoffwechsel auswirken. Dann dass du viel gemacht hast in letzter Zeit weil du dich so gut gefühlt hast: auch das kann mitspielen, weil man sich leicht übernimmt und es nicht gleich merkt wenn es einem gut geht. Kenne ich auch von mir.

Hast du schon mal mit deinem Frauenarzt/Psychiater darüber geredet? Da gibt es sicher Möglichkeiten dich in dieser Phase jetzt besser zu stabilisieren. Ich würde das mal in Angriff nehmen.

Ich selber bin jetzt offiziell in der Menopause, seit 1,5 Jahren keine Periode mehr. Der Übergang war für mich fast beschwerdefrei, außer manchmal Hitzewallungen war nichts. Allerdings jetzt hat sich plötzlich meine Migräne von früher reaktiviert. Ich habe das gerade vorgestern neurologisch abklären lassen. Grund ist ziemlich sicher, weil bei mir jetzt das Östrogen ganz niedrig ist und der Körper sich erst daran gewöhnen muss. Du siehst, Hormone können ganz viel Blödsinn anrichten. :roll:
Liebe Grüße von
Marika

Diagnose:
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von Jessi2901 »

Ach danke Marika für deine Antwort 🫶🏻
Mir ging es gestern Abend etwas besser und heute Morgen war es „ok“ sag ich mal. Ich hatte schon eine gewisse Unruhe, aber kein Vergleich zu Anfang des Jahres. Heute war ich mit meiner besten Freundin bei einer Gartenmesse und es tat mir ganz gut. Zwischendrin hat sich immer mal kurz diese ekelhafte Unruhe gemeldet aber eben nur sehr kurz und es war im Grunde ein schöner Tag.
Es stimmt alles was du schreibst, ich hab mich übernommen und zu wenig Pausen gemacht 😒 es ist einfach so schwer da eine Balance zu finden wenn es einem so gut geht, ich hätte wirklich Bäume ausreißen können!
Ich habe auch wirklich ganz stark die lieben Hormone in Verdacht und werde versuchen schnell einen Termin bei meiner Frauenärztin zu bekommen, ich muss das unbedingt abklären ob es nicht davon kommt.
Diese Angst das es jetzt wieder von vorne beginnt ist natürlich jetzt wieder sehr präsent auch wenn es nicht so schlimm wie anfangs des Jahres ist. Ich hoffe es ist nur ein kurzes Tief 🙏🏻
alibo79
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Re: Escitalopram wirkt nicht mehr

Beitrag von alibo79 »

Guten Morgen,
Wie geht es dir? War es heute morgen auch gut auszuhalten Für dich? Ich kann mir gut vorstellen, dass das aktuell nur ein kleines tief bei dir ist und ich würde mir überhaupt keine Sorgen machen. Genauso wie Marika kenne ich das zu gut, dass in Phasen wo es einem gut geht, man vielleicht manchmal etwas mehr macht, als vielleicht die Kräfte zulassen. Vor allem, wenn es sich gut anfühlt und man auch vielleicht glücklich ist, bisschen was schaffen zu können. Je länger meine Depression her ist, desto länger Wurden auch diese Phasen, wo die Kräfte da sind, aber auch bei mir war es dann manchmal so, dass irgendwann sich eine Erschöpfung eingeschlichen hat und das war für mich dann immer ein Zeichen für die nächsten Tage kürzer zu treten. Ich habe mit der Zeit auch ein immer besseres Gefühl dafür bekommen was möglich ist und was mir gut tut und was nicht. Und ich weiß, wo ich wieder Kraft auftanken kann. Und diese Pausen habe ich wirklich sehr fest in meinen Alltag integriert. Z.b mache ich ja von 7 Tagen der Woche 7 Tage eine mittagspause. Die fällt wirklich nur flach, wenn ich arbeiten muss und es gar nicht anders möglich ist. Ich bin dann mittags nicht unbedingt müde, sage mir aber trotzdem eine Stunde Pause hältst du jetzt ein! Ich zwinge mich quasi ein bisschen dazu Pause zu machen, auch wenn ich gar nicht wirklich Bedarf habe. Das hat mir geholfen auf die Dauer meinen Akku immer mehr aufzufüllen und auch voll zu halten.
Wenn bei dir dann auch noch hormonschwankungen dazu kommen kann, aber die Waage dann doch einmal kippen. Ich finde es sinnvoll beim nächsten frauenarzttermin das einmal anzusprechen. Ich hatte letzte Woche auch einen Termin beim frauenarzt und die sagten mir ganz deutlich, Dass man sich auf jeden Fall Hilfe holen soll und nicht nach dem Motto Augen zu Und durch. wenn die Beschwerden der Menopause oder perimenopause zu groß werden, dann gibt es da so viele gute Möglichkeiten zu helfen. Meine Schwester hat auch letztes Jahr begonnen Hormone zu nehmen. Und das hat sie doch deutlich ausgeglichen und fühlt sich seitdem mental etwas mehr Geerdet.
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